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Sechs Auszeichnungen für GCSC-Mitglieder: Die Dr.-Herbert-Stolzenberg-Awards

News-Kategorie:
Eingestellt von: Angela Harter
Eingestellt am: 21.11.2011

Im Rahmen der Feier zum zehnjährigen Bestehen des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften (GGK) am 17.10.2011 erhielten sechs Mitglieder des GCSC erstmalig Dr.- Herbert-Stolzenberg-Preise.

Die Auszeichnung wird jährlich in den vier Fachbereichen Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaften, Chemie und Humanmedizin der JLU vergeben. 1998 gründete der Bankdirektor Dr. Herbert Stolzenberg aus Gießen die gleichnamige Stiftung zur Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung. Die Auszeichnungen werden ausschließlich an Mitglieder und Angehörige der Justus-Liebig-Universität Gießen verliehen und sind mit je 2000 Euro für die eigene wissenschaftliche Forschung dotiert. 

Auf Initiative der Dr.-Herbert-Stolzenberg-Stiftung und des Präsidenten der JLU wurden dieses Jahr auch hervorragende kulturwissenschaftliche Dissertationen geehrt. Für ihre Promotionsprojekte wurden vier Mitglieder des GCSC ausgezeichnet. Der Historiker Jan-Philipp Altenburg, der den Machtraum Großstadt in den 1920er Jahren untersuchte, Stefanie Bock aus dem Fachbereich Anglistik, die sich in ihrer Promotion den Grundzügen einer gender-orientierten Imagologie widmete, die Altertumswissenschaftlerin Caroline von Nicolai, die zu Deponierungen an eisenzeitlichen Befestigungen in Europa schrieb, sowie Dr. Kirsten Zierold, die zur Moral im Computerspiel promovierte.


Erstmalig wurden auch zwei Dr.-Herbert-Stolzenberg-Awards für Exzellenz in der Hochschullehre in kulturwissenschaftlichen Fächern verliehen. Diese Preise gingen an die Anglistinnen Vera Stadelmann und Katharina Luh für ihre innovative Lehre an der JLU. Die Preisträgerin Katharina Luh freute sich über die wundervolle Auszeichnung für ihr Seminarprojekt, bei dem alle TeilnehmerInnen maßgeblich dazu gewonnen haben. "Nicht nur ich als Seminarleiterin konnte durch das Begleiten der Studentinnen auf dem Weg zur ersten Publikation meine Mentoring- und Coachingqualitäten deutlich ausbauen, sondern auch die Studierenden haben grundständige Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens in einem internationalen Wissenschaftskontext erworben." Dies beweist auch die Veröffentlichung zweier Artikel der 'Mission Publikation' in der Fachzeitschrift Women's Studies Journal der New Zealand Women's Studies Association (WSANZ), wodurch sie "einer internationalen Wissenschaftsgemeinschaft zugänglich gemacht wurden", so Luh.


Das Lehrprojekt ist damit aber noch nicht an seinem Ende angelangt. Es wird im Januar 2012 im Rahmen der Ringvorlesung 'Doing and Undoing Gender' "an die Studierendenschaft und in den Lehrplan der JLU zurückfließen. So schließt sich der Kreis eines im wahrsten Sinne des Wortes für alle Beteiligten gewinnbringenden Lehr- und Lernprozesses".

Fotos: Rolf Wegst
Text: Newsletter redaktion