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News-Board-Eintrag:
Promovieren in einem forschungsintensiven Umfeld: GCSC-Infotag Promotion für KulturwissenschaftlerInnen

News-Kategorie:
Eingestellt von: Marcus Kleppe
Eingestellt am: 01.02.2011

„Was Sie schon immer übers Promovieren wissen wollten – und bisher nicht zu fragen wagten…“, der Infotag Promotion lieferte die Antworten. Die ProfessorInnen, Postdocs und DoktorandInnen des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) informierten am 24. Januar 2011 über die Perspektiven und Möglichkeiten einer kulturwissenschaftlichen Promotion. Über 120 Studierende und Promovierende der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften nahmen das Angebot wahr, sich gezielt vor Ort zu informieren. Ein Großteil der Interessierten nahm dafür eine weite Reise auf sich. Die potentiellen BewerberInnen für eines der neun begehrten GCSC-Stipendien kamen aus allen Teilen Deutschlands – und sogar aus dem Ausland. In den Einzelsprechstunden, Infomodulen und Gruppengesprächen sammelten sie wertvolle Tipps rund um das Großprojekt Promotion.

 

Neben allgemeinen Fragen zur Forschungsfinanzierung und den Perspektiven einer kulturwissenschaftlichen Promotion interessierten sich die TeilnehmerInnen vor allem für die Rahmenbedingungen einer Promotion in dem strukturierten Promotionsprogramm. Prof. Dr. Ansgar Nünning, Gründungsdirektor des Graduiertenzentrums, betonte, das Bewerbungsverfahren um die Stipendien und die Aufnahme in das Programm sei „hoch kompetitiv“. Im letzten Jahr gingen mehr als 500 Bewerbungen ein. Entscheidend für die Aufnahme am GCSC sind die interdisziplinäre Anschlussfähigkeit der projektierten Arbeit und die Bereitschaft der BewerberInnen, sich aktiv in den Research Areas und den interdisziplinären Forschungskolloquien zu beteiligen.  

 

Vera Stadelmann berät InteressierteSaskia Litzenberger wurde am „Tag der Forschung“ in Mainz auf das strukturierte Promotionsprogramm des GCSC aufmerksam. Die Germanistin, die ihre Dissertation über die Meta-Robinsonade schreibt, möchte nicht ‚im stillen Kämmerlein’, sondern in einem forschungsintensiven, interdisziplinären Umfeld promovieren. Die Promotionsbedingungen am GCSC kannte Saskia bereits im Vorfeld der Veranstaltung gut. Sie kam nach Gießen, um erste Kontakte mit DoktorandInnen zu knüpfen: „Ich bin hier, um zu sehen, wie ich mein Projekt im Umfeld des GCSC verorten kann. Ich habe mich mit anderen DoktorandInnen ausgetauscht, um herauszufinden, welche Verbindungslinien es zwischen den Research Areas, den Projekten der anderen Doktoranden am Zentrum und meinem eigenen Vorhaben gibt. Das war sehr hilfreich. Der Infotag ist ein tolles Angebot, um sich über die Perspektiven und die Rahmenbedingungen einer kulturwissenschaftlichen Promotion klar zu werden.“ Mathis Danelzik, GCSC-Doktorand der ersten Stunde, erklärt den Erfolg der strukturierten Promotion in einem Satz: „Meine Wege zum Wissen haben sich verkürzt.“ Schließlich fördert die Einbindung am GCSC nicht nur die Kommunikation der DoktorandInnen untereinander, sondern auch deren nationale und internationale Wissenschaftskontakte. 

 

Beatrice Sica, eine der potentiellen Bewerberinnen für das ausgeschriebene Postdoc-Stipendium, war von der Organisation und dem Angebot des Infotags beeindruckt. Die Romanistin aus Florenz erwarb ihren Doktortitel in New York und forscht derzeit als Postdoc in Paris. Von dort nahm sie die weite Reise mit dem Zug nach Gießen auf sich, um die Menschen am Graduiertenzentrum kennenzulernen: „Der Infotag war sehr gut organisiert und hat mir nicht nur einen Eindruck von den Strukturen am GCSC vermittelt, sondern auch von den Menschen, die hier forschen. Ich möchte gerne die deutsche Kultur kennenlernen und in Deutschland forschen. Ich freue mich über die neuen Kontakte zu anderen Postdocs und Doktoranden, die ich auf dem Infotag knüpfen konnte.“

 

Text: Christiane Struth