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| Eingestellt von: | Christiane Struth |
| Eingestellt am: | 21.12.2010 |
Peking ist eine Reise wert. Davon konnten sich Dr. des. Beatrice Michaelis und Dr. Kai Sicks Ende November überzeugen. Die Hauptstadt Chinas ist bei Kulturbegeisterten und Touristen gleichermaßen bekannt und beliebt. Doch nicht der Kaiserpalast, die verbotene Stadt oder ein Besuch der Ming-Gräber führten die Forschungskoordinatorin des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und den Koordinator des European PhD-Network „Literary and Cultural Studies“ in die „nördliche Hauptstadt“, wie Peking in der Landessprache heißt, sondern die von der Chinese Education Association for International Exchange (CEAIE) organisierte, interdisziplinäre Karrieremesse für DoktorandInnen, „PhD Workshop China 2010“, die jungen chinesischen WissenschaftlerInnen Perspektiven für eine Promotion im Ausland zeigte.
Der Workshop für PhD-KandidatInnen aus Peking und den umliegenden Provinzen fand vom 27.-28. November 2010 im Swissôtel Beijing statt. An der Messe nahmen knapp 1.200 interessierte Graduierte von 49 Universitäten Chinas teil, die eine Promotion in den Bereichen Energie- und Umweltwissenschaften, Informationstechnologien, Ingenieurwissenschaften, Life Sciences, Nanotechnologie, aber eben auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften anstreben. Die Gießener KoordinatorInnen waren als Teil der vom DAAD organisierten deutschen Delegation, bestehend aus VertreterInnen von 24 Hochschulen und Hochschulinstitutionen, nach Peking gereist, um DoktorandInnen aus China für eine Promotion in Deutschland zu gewinnen. Neben deutschen Hochschuleinrichtungen waren akademische VertreterInnen aus acht weiteren Ländern in Peking dabei. Im Mittelpunkt standen die strukturierten Promotionsprogramme mit internationaler Ausrichtung, die es ausländischen Promovierenden ermöglichen, in kurzer Zeit den Doktorgrad zu erwerben und gleichzeitig an verschiedenen Tagungen und Konferenzen und im Wissenschaftsbetrieb vor Ort zu partizipieren. Im Vorfeld des PhD-Workshops nahmen die KoordinatorInnen an einer zweitägigen Vernetzungsveranstaltung teil, die im Rahmen der Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Werbung für den Innovations- und Forschungsstandort Deutschland“ vom DAAD koordiniert wurde. Am Runden Tisch der Geistes- und Sozialwissenschaften trafen Beatrice Michaelis und Kai Sicks mit chinesischen RepräsentantInnen aus den verschiedenen geistes- und sozialwissenschaftlichen Institutionen zusammen. Die Gespräche erwiesen sich als „sehr produktiv und inspirierend“, wie Kai Sicks bestätigte. „Unsere Hoffnung ist, dass sich aus diesen Gesprächen mit potenziellen Kooperationspartnern in Zukunft eine enge Zusammenarbeit entwickelt.“ Auf der Karrieremesse beantworteten die Gießener KoordinatorInnen detaillierte Fragen rund um die geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Promotion in Deutschland. In arrangierten Einzelgesprächen informierten und berieten sie über die Möglichkeiten einer Promotion am Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK). Mehr als 20 DoktorandInnen nutzten das Angebot, sich mit den KoordinatorInnen im persönlichen Gespräch über die strukturierten, internationalen Promotionsstudiengänge des GGK/GCSC auszutauschen. Einige der GesprächsteilnehmerInnen bewarben sich unmittelbar im Anschluss an die Messe um eine Mitgliedschaft am GCSC. Die Bewerbungsfrist für die neun DoktorandInnenstipendien des GCSC und die Mitgliedschaften mit Beginn des akademischen Jahres 2011/2012 endet am 1. März 2011. Die Qualität der Projekte und die wissenschaftlichen Qualifizierung der KandidatInnen stehen außer Frage, resümierte Beatrice Michaelis am Ende der Peking-Reise, die sich für die KoordinatorInnen auch jenseits der Sehenswürdigkeiten Pekings gelohnt hat: „In den Einzelgesprächen trafen wir auf engagierte und sehr gut ausgebildete NachwuchswissenschaftlerInnen, die zu wichtigen kulturellen und gesellschaftspolitischen Themen forschen. Wir möchten diejenigen DoktorandInnen, die sich nicht schon beworben haben, ermutigen, sich am GCSC zu bewerben. Wir freuen uns sehr auf die Bewerbungen und die BewerberInnen aus China, die sicherlich zur exzellenten Forschung und kulturellen Vielfalt am Zentrum beitragen werden.“ Am Graduiertenzentrum erwartet die erfolgreichen BewerberInnen die Promotion in einem vielseitigen und internationalen Team. Text: Christiane Struth |
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