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News-Board-Eintrag:
Promovieren, um der Kreativität freien Lauf zu lassen

News-Kategorie:
Eingestellt von: Andreas Dotzauer
Eingestellt am: 10.06.2010

„Ich möchte einfach sehen, was noch in mir steckt, und meiner Kreativität freien Lauf lassen, indem ich selbstbestimmt forsche“, sagt Christina Norwig auf die Frage, warum sie sich entschieden hat zu promovieren.

Auch in diesem Jahr lud das GCSC zu einer neuen Bewerbungsrunde für die begehrten Promotionsstipendien ein. Vom 28. Mai bis 1. Juni 2010 hatten 30 BewerberInnen die Chance, ihre Promotionsprojekte vorzustellen und konnten damit auf eines der neun Stipendien hoffen.
Außerdem wurden drei Post Docs eingeladen, da wie jedes Jahr ein Post-Doc Stipendium vergeben wurde. Bei Aufnahme ins GCSC steht der oder die Post-Doc nicht nur mit seiner/ihrer Erfahrung den Docs zur Seite, sondern kann außerdem weiter seinem/ihrem Forschungsprojekt nachgehen, um so das wissenschaftliche Profil des GCSC noch vielfältiger werden zu lassen.

Die Anzahl der Bewerbungen war auch in diesem Jahr wieder immens und die Poststempel stammten von fast überall auf der Welt. So kamen die BewerberInnen, die in diesen Tagen anreisten, um an den Gesprächen im GCSC teilzunehmen, aus den verschiedensten Ländern, wie etwa aus Israel, Italien, Frankreich, Serbien, Polen, Türkei, Österreich, den Niederlanden, Großbritannien, den USA und natürlich aus Deutschland.

Auch Christina Norwig aus Bonn reiste nach Gießen, um ihr Promotionsthema vorzustellen. Bevor sie sich für eine Promotion entschied, arbeitete sie zwei Jahre bei der Organisation „Jugend für Europa“. „Nach dem Studium wollte ich erst einmal etwas Praktisches machen“, sagt die 28-jährige. Dennoch blieb der Wunsch zu promovieren bestehen, und so bewarb sie sich in diesem Jahr am GCSC.

„Meine Arbeit bei der Organisation ‚Jugend für Europa’ half mir außerdem mein Promotionsthema ‚Die Europäische Jugendkampagne 1951-1958’ festzulegen und näher einzugrenzen; daher betrachte ich es rückblickend als Vorteil, nach dem Studium erst einmal etwas komplett anderes gemacht zu haben“, fügt sie hinzu.

Auf die Frage, wie sie auf das GCSC aufmerksam wurde, sagt Christina Norwig, sie sei bei der Suche im Internet auf die Seiten des GCSC gestoßen; außerdem habe sie den Infotag im Januar besucht, um sich ein noch genaueres Bild zu machen. „Am GCSC gefällt mir besonders die interdisziplinäre Ausrichtung und die Möglichkeit, mit vielen verschiedenen Fachrichtungen in Kontakt zu kommen. Das war auch der ausschlaggebende Aspekt, warum ich mich am GCSC beworben habe.“

Wie auch immer das Bewerbungsverfahren ausgehen wird, eins ist Christina Norwig schon heute klar: „Auch wenn es mit einem Stipendium nicht klappen sollte, habe ich ja immer noch die Chance auf eine Mitgliedschaft im GCSC und kann so immer noch das größte Privileg eines Graduiertenkollegs nutzen, das Netzwerk der Doktoranden und die damit verbundene Möglichkeit mit anderen Promovierenden im Gespräch zu bleiben, sowie Anregungen und Tipps für meine Promotion zu bekommen, was sonst nur schwer möglich ist, wenn man alleine zu Hause in seinem Kämmerlein sitzt, ohne Feedback.“

Für heute verlässt Christina Norwig das GCSC und ist sich sicher, ihrem Traum zu promovieren schon jetzt einen großen Schritt näher gekommen zu sein.

Text: Eva Eickelmann