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| Eingestellt von: | Elisa Antz |
| Eingestellt am: | 06.08.2009 |
Auch im vergangenen Studienjahr wurden DoktorandInnen und PostdoktorandInnen vom Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften (GGK) und International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Die Doktorandinnen Katharina Luh und Susann Trabert erhielten Wissenschaftspreise für ihre Dissertationsprojekte. Dr. Sibylle Baumbach und Dr. Patrick Schmidt wurde das renommierte Feodor-Lynen-Stipendium für Postdoktoranden der Alexander von Humboldt-Stiftung verliehen. Der Weg zum Doktortitel – er ist weit, mit Mühen gepflastert, mal eng und steinig, und ähnelt zuweilen mehr einem Hindernisslauf als einer Sprintstrecke. Am Ende der Zielgeraden winkt der Doktorhut als verdienter Lohn, der die Anstrengungen der vergangenen Jahre fast vergessen macht. Manch einer erhält jedoch schon vor dem eigentlichen Ziel Anerkennung für seine Leistung, wie die beiden Gießener Doktorandinnen Katharina Luh und Susann Trabert. Beide wurden im vergangenen Studienjahr für ihre laufenden Dissertationsprojekte mit Wissenschaftspreisen ausgezeichnet. Das motiviert natürlich für die weitere Arbeit am Projekt Promotion. ![]() „Der Preis ist eine Wahnsinnsehre für mich“, sagt Katharina Luh, Mitglied des zweiten GCSC-Jahrgangs. Ihr Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit Ethnizitäts- und Genderkonstruktionen in zeitgenössischen neuseeländischen Romanen und wurde im vergangenen Juli mit dem „New Zealand Society Fellowship in New Zealand Studies“ des „Centre for New Zealand Studies“ (CNZS), Birkbeck, University of London ausgezeichnet. „Ich habe mich sehr gefreut, dass die Jury so viel Vertrauen in mich und meine Arbeit hat und denkt, dass ich dafür geeignet bin.“ Neben einem Preisgeld von 500 Pfund, wird ihr ein Jahr lang ein Arbeitsplatz am Londoner Zentrum zur Verfügung stehen, sodass sie vor Ort weiter an ihrem Projekt arbeiten kann. Nutzen möchte sie die Zeit in London vor allem zum Schreiben, darüber hinaus sind im Rahmen ihres Forschungsaufenthalts ein Vortrag über ihr Promotionsprojekt sowie einige Publikationen geplant. Susann Trabert, Stipendiatin des Graduiertenkollegs Transnationale Medienereignisse und ebenfalls Mitglied des zweiten GCSC-Jahrgangs ist erst vor kurzem von einer Forschungsreise aus der britischen Hauptstadt zurückgekehrt, wo sie für ihr Promotionsprojekt mit dem Arbeitstitel „Differenzierung, Transfer und Verdichtung. Die Evolution des frühneuzeitlichen Medienereignisses ,Ballonfieber’ (1783-1786)“ recherchierte. Sie erhielt im Januar den Preis des „Nachwuchsforums Kommunikationsgeschichte“ der „Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft“ (DGPuk). Ausgezeichnet wurde sie für den besten Vortrag des „Medienhistorischen Forums für Absolventen und Forschungsnachwuchs“, das im Oktober vergangenen Jahres in Wittenberg stattfand und in dessen Rahmen sie ihr Forschungsprojekt präsentierte. „Der Preis war eine absolute Überraschung“, sagt Susann Trabert. „Ich wusste zwar, dass es diesen Preis gibt, mir ging es aber vor allem darum, mein Projekt vorzustellen und mich mit anderen darüber auszutauschen.“ Gefreut hat sie sich natürlich umso mehr. Einen Preis für einen Vortrag zum Dissertationsprojekt zu bekommen, sei einfach eine tolle Motivation für den weiteren Weg in Richtung Promotion. Dr. Patrick Schmidt, Postdoktorand am Graduiertenkolleg Transnationale Medienereignisse, und Dr. Sibylle Baumbach, Postdoktorandin und Forschungskoordinatorin am GCSC, haben die Etappe Promotion bereits erfolgreich hinter sich gebracht und ein neues Ziel vor Augen: Habilitation heißt es. Beiden wurde in diesem Jahr das renommierte Feodor-Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung verliehen, das Postdoktoranden langfristige Forschungsaufenthalte an ausländischen Universitäten ermöglicht. Sybille Baumbach wird auf Einladung des Komparatisten Prof. Russell Berman ein Jahr lang an der Stanford University an ihrer Habilitationsschrift mit dem Arbeitstitel „Medusa: Myth, Metaphor, Metamorphosis“ arbeiten. Patrick Schmidt erhielt eine Einladung des britischen Historikers Prof. Richard J. Evans an die Cambridge University. Dort kann er sich auf optimale Rahmenbedingungen für die weitere Arbeit an seiner Habilitation freuen, in der er sich mit Behinderung in medialen Diskursen der frühen Neuzeit auseinandersetzt. „In Cambridge gibt es ein riesiges historisches Institut und Experten für nahezu alles. Das Stipendium ist eine Chance für eine gewaltige Horizonterweiterung. Da kann man sich viel erwarten“, sagt er. Viel erwarten kann man sich auch von den ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern und ihren Dissertations- und Habilitationsprojekten. Die Mitglieder und Mitarbeiter von GGK, GCSC, IPP und GK Transnationale Medienereignisse gratulieren ihnen ganz herzlich. Text: Regine Leitenstern |
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