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| Eingestellt von: | Elisa Antz |
| Eingestellt am: | 16.12.2008 |
Erst kurz vor Semesterbeginn fiel die Entscheidung: Der DAAD finanziert das neue European PhDnet "Literary and Cultural Studies". Dies ermöglicht DoktorandInnen der JLU sowie der Partnerinstitutionen in Helsinki, Stockholm, Bergamo und Lissabon einen akademischen Doppelabschluss. Zur Einführungswoche im Oktober kamen alle Mitglieder in die "Hauptstadt der Doktoranden" nach Gießen. Kaum vom DAAD bewilligt, setzte das PhDnet schon in der Einführungswoche vom 20.-23. Oktober 2008 Akzente für interaktive und länderübergreifende Forschung. Basis des neuen Netzwerkes sind bilaterale Abkommen zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und vier weiteren Hochschulen in Helsinki, Bergamo, Stockholm und Lissabon. Ingesamt zwölf NachwuchsforscherInnen kulturwissenschaftlicher Fächer, darunter vier DoktorandInnen der JLU, nehmen an dem akademischen Pilotprojekt teil. Nach Beendigung des dreijährigen Programms werden sie den Doktorgrad von der Heimat- sowie von der Partneruniversität verliehen bekommen. Trotz der kurzfristigen Vorbereitungszeit reisten die Professorinnen Isabel Capeloa Gil, Andrea Locatelli, Pirjo Lyytikäinen und Elisabeth Waghall Nivre sowie die ausgewählten DoktorandInnen pünktlich zur Einführungswoche an. Kerstin Lundström räumt ein, sich am Anfang gefragt zu haben, welche Kriterien wohl die Stadt Gießen vor allen anderen Städten Deutschlands auszeichnen mögen? Während der induction week sei ihr jedoch rasch bewusst geworden: Gießen ist "Germany’s capital for PhDstudents" – Deutschlands "Hauptstadt der Doktoranden". Denn in Gießen, so Lundström, würden PhDstudents nicht sich selbst überlassen, sondern systematisch in vielseitige Netzwerke integriert. Von der Gießener Arbeitsatmosphäre zeigten sich die Besucher beeindruckt. So war Diana Goncalves überrascht von der Vielseitigkeit der Dissertationsthemen. Diese reichen von Hanna Makelas Untersuchungen von mimetischem Verlangen in zeitgenössischen englischen Romanen, über Lieven Ameels Betrachtung literarischer Helsinki-Darstellungen zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts bis zu Vincenzo Martellos Frage nach der Bedeutung des Kulturbegriffs bei der westdeutschen Identitätsbildung in den Nachkriegsjahren. Alle Dissertationsvorhaben wurden nicht nur vorgestellt, sondern – wie Linda Karlsson anmerkte – durch "ebenso intensive wie inspirierende Diskussionen" ergänzt. Diesem Urteil können sich die deutschen TeilnehmerInnen Robert Vogt, Anna Rettberg, Sarah Rauf und Elisa Antz nur anschließen. Praktisch bedeutet die Mitgliedschaft im PhDnet für die DoktorandInnen in den nächsten drei Jahren unter anderem die Teilnahme an je einem Symposium und einer Konferenz pro Semester, die Beteiligung in zwei Research Groups sowie einen neunmonatigen Aufenthalt an der jeweiligen Partneruniversität. Die Portugiesin Teresa Ferreira schätzt das akademische Pilotprojekt deshalb zwar als "enorm anspruchsvoll" ein. Sicher ist sie jedoch: "So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben – die muss man nutzen." © Foto: Stephanie Nickel
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