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News-Board-Eintrag:
Drei Fellows erweitern das Curriculum des GCSC

News-Kategorien:
Eingestellt von: Elisa Antz
Eingestellt am: 16.12.2008

Für das akademische Jahr 2008/09 konnte das GCSC drei international renommierte Wissenschaftlerinnen als Fellows gewinnen. Dr. Martha Blassnigg, Prof. Ulrike Brunotte und Dr. Michi Knecht bereichern das Curriculum des GCSC durch ihre vielseitigen akademischen Interessenfelder. Darüber hinaus sind die Wissenschaftlerinnen auch Anlaufstellen für DoktorandInnen, die ihre Projekte besprechen möchten, und bringen ihre Expertise und Erfahrung in die Forschungsarbeiten der Research Areas ein.


Martha Blassnigg; Foto: Stephanie Nickel
Teaching Fellowships sind ein neues Programm für GastforscherInnen, welches das GCSC in enger Zusammenarbeit mit der Doktorandenvertretung entwickelt hat. Das GCSC freut sich, nun die Favoritin der DoktorandenvertreterInnen, Dr. Martha Blassnigg, als erste Teaching Fellow für das gesamte Wintersemester 2008/09 begrüßen zu dürfen. Die Medienanthropologin lehrte an der Universität Wien, Köln und Amsterdam und promovierte an der Universität Wales. Sie interessiert sich insbesondere für die Anfangsjahre des Kinos in Bezug auf zeitgenössische philosophische Auseinandersetzungen mit Zeit und Raum. Während ihres Aufenthalts in Gießen setzt die Forscherin, die selbst schon zwei Dokumentarfilme produziert und vorübergehend als Filmrestaurateurin gearbeitet hat, mit der Workshopreihe Time as Cultural Construction: Direct Experience of Time versus Time-based Mediations in Audio-Visual Media neue Akzente im Curriculum.
Überdies ist Dr. Martha Blassnigg derzeit als Visiting Fellow an der Universität Plymouth im Forschungsbereich "Transtechnology" und für das Leonardo Reviews als assoziierte Redakteurin und Gremiumsmitglied tätig.

Ulrike BrunotteProf. Ulrike Brunotte begann ihren Aufenthalt als Senior Research Fellow des GCSC im November 2008. Sie promovierte an der Humboldt-Universität, wo sie von 2001 bis 2006 als Oberassistentin an der Fakultät für Kunst- und Kulturwissenschaften arbeitete und nun als außerordentliche Professorin für Religionswissenschaften, Philosophie und Kulturwissenschaften tätig ist. Im Wintersemester 2007/08 war Prof. Brunotte als Senior Research Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien, bevor sie im Sommersemester als Gastprofessorin an die Universität Göttingen ging. Ihre Forschungsschwerpunkte behandeln Religions- und Ritualtheorien, Wissenschaftsgeschichte, Gender- und postkoloniale Studien, die Rezeption der Antike, Heldenfiguren, Migration und Männlichkeitsstudien. Unter ihren jüngsten Publikationen sind eine Monographie mit dem Titel Zwischen Eros und Krieg: Männerbund und Ritual in der Moderne (2004) sowie der Sammelband Männlichkeiten und Moderne: Die Rolle von Geschlecht in Wissensdiskursen um 1900 (2008). Diese reichhaltigen Themen spiegelten auch Prof. Brunottes Veranstaltungen am GCSC wieder, so ihr Vortrag zum Thema Bild, Ritual und Geschlecht. Jane E. Harrisons Werk im Kontext moderner Aneignungen der Antike um 1900 (19. November 2008) und die Master Class Männlichkeit und Männerbund im Kontext politischer Krisendiskurse um 1900: Diskursanalyse zu Wissen, Macht und Geschlecht (10. Dezember 2008).

Michi KnechtAuch Dr. Michi Knecht kommt von der Humboldt-Universität Berlin, wo sie als Postdoctoral Research Assistant im DFG-Sonderforschungsbereich "Repräsentationen sozialer Ordnung im Wandel" forscht. Sie studierte Ethnologie, Soziologie und Psychologie in Köln und promovierte an der Universität Tübingen mit einer Dissertation des Titels Zwischen Religion, Biologie und Politik: Eine kulturanthropologische Analyse der Lebensschutzbewegung in der Bundesrepublik Deutschland (Berlin 2006). Sie ist Mitglied des Executive Committee der interdisziplinären Forschungsgruppe "C:SL, Collaboratory Social Anthropology and Life Sciences". Ihre derzeitigen Forschungsprojekte fokussieren ethnographische Produktionen von Wissen in den Lebenswissenschaften. Dr. Knecht wird das GCSC von Dezember 2008 bis Februar 2009 besuchen und einen Vortrag über In-Vitro-Fertilisation (IVF) als globale Form: Ethnographisches Wissen und die Transnationalisierung von Reproduktionstechnologien (14. Januar 2009, 18–20 Uhr) sowie eine Master Class zum Thema "Assemblage": Praxis- und wissensanthropologische Perspektiven (27. Januar 2009, 10–14 Uhr) halten.

© Foto(s): Stephanie Nickel