Direkt zur zweiten Navigationsebene, fallls vorhanden.Direkt zum Seiteninhalt

News-Board-Eintrag:
Internationale Konferenz "Anders: Identitäten"

News-Kategorien:
Eingestellt von: Elisa Antz
Eingestellt am: 16.12.2008
Weitere Informationen: GCSC-Research Area Culture & Identities

Mit der internationalen Konferenz "Anders: Identitäten", die vom 6. bis zum 8. November 2008 im Gästehaus der JLU stattfand, präsentierte die GCSC-Research Area Culture & Identities ihre Forschungsergebnisse und diskutierte zusammen mit den Gastrednern Prof. Peter Zima und Prof. Sabine Sielke vielfältige Fragen im Zusammenhang mit Identitätskonstruktionen, deren (literarischer) Problematisierung und mit Prozessen der Identifizierung.

Mit der internationalen Konferenz "Anders: Identitäten" (6.-8. November 2008) setzte die Research Area (RA) Culture & Identities des GCSC eine erste Wegmarke der durchgeführten Aktivitäten und erzielten Ergebnisse seit ihrer formellen Konstitution vor etwa eineinhalb Jahren.

Aufbauend auf die in den Jahren 2007 und 2008 veranstalteten internen Lektüreworkshops und den zahlreichen Dialogen mit auswärtigen Gästen durch Workshops, Master Classes oder Vorträge, entwickelte sie ein Tagungskonzept, das die vielfachen Perspektiven innerhalb der Research Area zu spiegeln und produktiv zu machen suchte. In sechs Sektionen wurden so von Gießener und auswärtigen WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Österreich, Polen, Russland, Kirgisistan, Kolumbien und Japan vielfältige Fragen im Zusammenhang mit Identitätskonstruktionen und Identifizierungen zur Diskussion gestellt, die Brüche/Brüchigkeit, literarische Problematisierung, medialen Umgang, Körperlichkeit, Verlusterfahrung sowie das Wechselverhältnis von Moderne und Postmoderne einschlossen.

Für den Eröffnungsvortrag konnte der Komparatist Prof. Peter V. Zima von der Universität Klagenfurt gewonnen werden, der anhand einer sehr profunden Reflexion über "Narzissmus zwischen Ichideal und Idealich" das Augenmerk auf grundlegende Probleme postmoderne Identitätsbildungen lenkte. Die anschließende, intensive und teilweise kontroverse Diskussion um Handhabungen und Bewertungen der subjektiven Identitätskonstruktion und ihrer kulturellen Einbettung bot den denkbar besten Auftakt für die dreitägige Konferenz, denn auch die Sektionsarbeit war von sehr produktiven und kritischen Diskussionen geprägt.

PhDnet Induction Week; Foto: Katharina Luh

Einen nicht weniger idealen Abschluss bildete der Plenarvortrag der Amerikanistin Prof. Sabine Sielke von der Universität Bonn zu "Identities under Erasure". Mit ihrer These einer dringend notwendigen Ausweitung der kulturwissenschaftlichen Beschäftigung mit Identitätsfragen, die die Natur- und speziell die Neurowissenschaften einbezieht, provozierte sie eine substanzielle Selbstbefragung des kulturwissenschaftlichen Arbeitens und lieferte einen möglichen Ausblick für zukünftiges Denken und weitere Projekte auch innerhalb der RA Culture & Identities.

Insgesamt waren die drei Tage intensiven Dialogs und Arbeitens von einer angenehmen Atmosphäre gegenseitigen Interesses und Respekts geprägt, aus der Kontakte, Vernetzungen, Austausch und Anregungen entstanden, die in der künftigen Arbeit der RA Culture & Identities fruchtbar gemacht werden können. Die OrganisatorInnen Dr. Sonja Altnöder, Martin Lüthe und Dr. Marcel Vejmelka bedanken sich bei allen TeilnehmerInnen und denjenigen, deren Hilfe im Vorfeld und bei der Durchführung die Tagung "Anders: Identitäten" erst möglich gemacht haben. Vor allem aber gilt der Dank der RA Prof. Hartmut Stenzel. Eine Publikation der Beiträge ist in Vorbereitung.

Dr. Sonja Altnöder, Martin Lüthe, Dr. Marcel Vejmelka

© Foto: Katharina Luh