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| Eingestellt von: | Elisa Antz |
| Eingestellt am: | 16.12.2008 |
| Weitere Informationen: | AG Hochschuldidaktik Literaturwissenschaft |
Mit ihrer Tagung über "Literaturwissenschaftliche Lehr-Stücke" hat die AG Hochschuldidaktik exemplarische Modelle für gelungene Lehrveranstaltungen diskutiert und dabei zugleich die Frage in den Blick genommen, welche Rolle didaktische Kompetenzen über die Lehre hinaus in Wissensgesellschaften spielen. Die Tagung Literaturwissenschaftliche Lehr-Stücke der AG Hochschuldidaktik Literaturwissenschaft gab dem Austausch der in Literatur- und Kulturwissenschaften Lehrenden ein Forum. NachwuchswissenschaftlerInnen, DozentIinnen und ProfessorInnen diskutierten mit großem Engagement die spezifischen didaktischen Aufgaben, die sich in der literatur- und kulturwissenschaftlichen Lehre stellen. Dabei wurden Aufgaben und Formen literatur- und kulturwissenschaftlicher Hochschullehre konturiert und Modelle sowie konkrete Handreichungen für die Planung und Durchführung von Seminaren und einzelnen Lehreinheiten präsentiert.Zu Beginn der Tagung fokussierte Wolfgang Hallet die Bedeutung der Didaktik und der Literatur für die Wissensgesellschaft. Walter Delabar ging detailliert auf die Funktion der Universitätslehrer als Wissenschaftscoaches ein, die die Studierenden auch auf außerfachliche Berufsfelder vorbereiteten. Als ein Angebot in diese Richtung kann das Teaching Centre des GCSC gesehen werden, das durch Stefanie Bock vorgestellt wurde. Auf großes Interesse und Bereitschaft zur Mitwirkung stieß der Vorschlag von Dorothee Birke und Stella Butter, im Anschluss an die bisherige Arbeit der AG Hochschuldidaktik Literaturwissenschaft eine hochschuldidaktische Materialsammlung im Internet zu verwalten, die für alle Lehrende offen stehen und auf gegenseitigem Geben und Nehmen von innovativen und bewährten Unterrichtsvorschlägen basieren soll. Als erste Beiträge zu einer solchen Datenbank können die im weiteren Verlauf vorgestellten konkreten Unterrichtsbeispiele und Methoden der literaturwissenschaftlichen Hochschullehre verstanden werden, die ein breites Spektrum an Anregungen umfassten. Hier wurde sowohl der Herausforderung großer Seminargruppen mit spezifischen Arbeitsformen begegnet (Volkhard Wels), als auch Formen teilnehmerzentrierter Lehre in angemessenen Seminargrößen diskutiert, die das kooperative und gruppendynamische Lernen der Studierenden in den Vordergrund stellen (Kirsten Prinz). Hania Siebenpfeiffer unterstrich in diesem Sinne die Bedeutung selbstverantwortlichen Lernens und ersten Forschens in freier, doch moderierter Gruppenarbeit. Katrin Lehnen profilierte das Potenzial des Schreibens im Studium, das in der Lehre stärker als Lernmedium genutzt werden sollte. Daran anschließend stellte Sarah Heinz vor, wie das Schreiben einer Autobiographie Theorie, Literatur und gelebte Erfahrung verbinden kann. Welchen Lernerfolg Schauspiel im Literaturunterricht haben kann, zeigte Cora Dietl anschaulich am Beispiel des im Rahmen der 400-Jahr-Feier der JLU Gießen aufgeführten Theaterstücks "Prinzenraub". Mit der Problematisierung der Dichotomie von Form und Inhalt (Daniel Randau) sowie der Vermittlung ästhetischer Diskurse (Monika Sproll) wurden klassische Unterrichtsgegenstände der Literaturwissenschaft in forschungsnahen Lehrkonzepten fruchtbar gemacht. Schließlich führte Sabine Fritz anhand des Konzepts EVA (Eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen) in die Möglichkeiten eines gruppenorientierten Landeskundeunterrichts ein. Die vielfältigen Beiträge regten lebhafte Diskussionen an, in denen die Einsatzoptionen unterschiedlicher Arbeitsformen im jeweiligen Lehrkontext ausgelotet und die Übertragbarkeit dieser Konzepte erwogen wurde. Mit der Tagung Literaturwissenschaftliche Lehr-Stücke hat die AG Hochschuldidaktik Literaturwissenschaften eine kreative Diskussion über hochschuldidaktische Fragen der Literatur- und Kulturwissenschaft initiiert, über dessen Fortsetzung Einigkeit unter den Teilnehmenden besteht. In Kürze werden die Beiträge in einer Publikation dokumentiert. Monika Sproll und Ursula Arning © Foto: Katharina Luh |
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