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| Eingestellt von: | Elisa Antz |
| Eingestellt am: | 12.11.2008 |
| Weitere Informationen: | www.arbeiterkind.de |
Die Initiative ArbeiterKind.de von GCSC-Mitglied Katja Urbatsch zählte bei der Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs startsocial am 29. September 2008 im Berliner Bundeskanzleramt zur Bundesauswahl der besten 25 Projekte. "Die Idee für das Projekt hatte ich eigentlich schon lange – spätestens seit meiner ersten Hausarbeit", resümiert Katja Urbatsch die Anfänge von Arbeiterkind.de. "Da habe ich bemerkt, dass Kommilitonen aus Familien mit akademischem Hintergrund einfach schon viel mehr mitbekommen als ich, die als erste aus der Familie zur Uni geht." Damit meint die Doktorandin des internationalen Promotionsprogramms Literatur- und Kulturwissenschaften (IPP) und Hans-Böckler-Stipendiatin keinesfalls nur die finanzielle Unterstützung, sondern insbesondere das mangelnde Selbstbewusstsein von jungen Menschen, die sich auf die in ihren Familien noch nicht beschrittenen, unbekannten Hochschulpfade begeben. "Ein Satz, den ich oft höre, ist zum Beispiel: ‚Ein Stipendium? Das bekomme ich doch sowieso nicht.'"Deshalb will Arbeiterkind.de in erster Linie eins: Zum Studium ermutigen. Und zwar ebenso informativ wie informell. Zu diesem Zweck schuf die 29-Jährige das Internetportal ArbeiterKind.de, das seit Mai 2008 Schülerinnen und Schülern aus Familien ohne akademischen Hintergrund bereits zu Beginn des Studiums, aber auch in dessen Verlauf bei der Planung und Organisation ihrer Hochschulausbildung unterstützt. Schon seit Monaten engagieren sich neben Katja Urbatsch zwei weitere GCSC-Doktorandinnen tatkräftig für das Projekt. Nadine Pippel hat insbesondere der unbürokratische Ansatz überzeugt. Kirsten Pohl fügt hinzu: "Die Notwendigkeit für ein solches Projekt kann ich aus eigener Erfahrung nachvollziehen und freue mich, wenn ich heute helfen kann, Kommunikationslücken zu schließen." Der „startsocial“-Wettbewerb war für Katja Urbatsch der konkrete Anlass, ihre Idee in die Tat umzusetzen und das Internetportal zu gründen. Mehr als 300 ehrenamtliche Initiativen bewarben sich in diesem Jahr bei dem Wettbewerb, dessen Ziel es ist, mit know-how aus der Wirtschaft das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland nachhaltig zu fördern.Was für eine gewaltige Resonanz Arbeiterkind.de finden würde, hat allerdings sogar die Gründerin des Projekts überrascht. Nicht allein die Internetseite ist stark frequentiert, auch das Mentorenprogramm stößt auf großes Interesse. Nach nur sechs Monaten engagierten sich deutschlandweit bereits über 500 ehrenamtliche MentorInnen, die SchülerInnen und Studierenden in über 70 lokalen Gruppen als AnsprechpartnerInnen vor Ort zur Verfügung stehen. Kein Wunder also, dass Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Katja Urbatsch und ihrem Teamkollegen Wolf Dermann am 29. September im Bundeskanzleramt eine Urkunde überreichte, die Arbeiterkind.de als eine der 25 besten Initiativen beim "startsocial"-Wettbewerb 2008 auszeichnet. "Das war schon ein besonderer Moment für Arbeiterkind", erinnert sich Urbatsch, fügt dann jedoch hinzu: "Aber eigentlich habe ich jeden Tag ganz besondere Momente. Denn jeden Tag bekomme ich Mails, in denen steht: ‚Danke für euren Einsatz, genau so etwas hat noch gefehlt.’" Kontaktinformationen: Internet: www.arbeiterkind.de E-Mail: urbatsch@arbeiterkind.de Elisa Antz © Fotos: Privat/Stephanie Nickel |
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