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| Eingestellt von: | Neill Busse |
| Eingestellt am: | 21.08.2008 |
Ausländischen DoktorandInnen grenzüberschreitende, binationale Promotionen zu ermöglichen und hochqualifizierte ausländische NachwuchswissenschaftlerInnen für eine wissenschaftliche Karriere in Deutschland sowie für Kooperationen zu gewinnen - dies ist das Ziel des „European PhD-Network Literary and Cultural Studies“ am Gießener Graduiertenzentrum. Das neue Netzwerk entsteht im Rahmen des aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanzierten und durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderten Programms „binationale Promotionsnetzwerke“ (PhD-Net). Gemeinsam mit der Finnish Graduate School for Literary Studies in Helsinki und den literaturwissenschaftlichen Promotionsprogrammen der Universitäten Stockholm, Bergamo und Lissabon initiiert das Gießener Graduiertenzentrum ein europäisches Netzwerk im Bereich der literaturwissenschaftlichen Doktorandenausbildung, das ausländischen Doktorandinnen und Doktoranden innerhalb von drei Jahren eine binationale Promotion ermöglicht. Im Rahmen des PhD-Net wird zunächst zwölf DoktorandInnen die Möglichkeit zu einer binationalen Promotion mit einem internationalen Betreuungs- und Forschungsangeboten bis hin zu einem Cotutelle-Verfahren gegeben. Ab Oktober werden vier deutsche und jeweils zwei Doktorandinnen und Doktoranden der Partnerinstitutionen das europäische Netzwerk mit Leben füllen und zunächst an einer Einführungswoche in Gießen teilnehmen. Das fachliche Profil des Programms ist auf vier Grundlagenbereiche der literaturwissenschaftlichen Forschung fokussiert, in deren Rahmen die Promotionsvorhaben und die geplanten Veranstaltungen wie Workshops, Master Classes und Tagungen angesiedelt sind: „Literatur- und kulturwissenschaftliche Theorien, Modelle, Methoden und Terminologie“, „Gattungstheorie sowie Erzähl-, Dramen- und Lyriktheorie“, „Literatur- und Kulturgeschichtsschreibung“ sowie „Vergleichende und interdisziplinäre Fragestellungen“ sind einige der Schwerpunktthemen, die im Rahmen des PhD-Net erarbeitet werden. An dem europäischen Promotionsprogramm beteiligt sind vierzehn literaturwissenschaftliche Professorinnen und Professoren der Justus-Liebig-Universität mit den Fächern Anglistik/Amerikanistik, Germanistik, Romanistik, Slawistik, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Angewandte Theaterwissenschaft sowie die Literatur- und KulturwissenschaftlerInnen der Kooperationsuniversitäten Stockholm, Bergamo und Lissabon und der Finnish Graduate School. Das fachliche Spektrum reicht somit von den bereits genannten Disziplinen über „Euro-American Literature“ bis hin zu „Comparative Modern Culture“.Das Netzwerk profitiert von den Erfahrungen aus dem erfolgreichen Gießener Internationalen Promotionsprogramm (IPP) „Literatur- und Kulturwissenschaften“, das seit Auslaufen der Maximalförderung des DAAD seit Juli 2007 durch die Justus-Liebig-Universität in vollem Umfang weitergefördert wird. Mithilfe des PhD-Net soll eine strukturelle und nachhaltige Basis für ein europäisches Promotionsprogramm geschaffen werden, das den internationalen Wissenstransfer zwischen dem Gießener Graduiertenzentrum Kulturwissenschaften und den bereits bestehenden Kooperationspartnern fördert und ausländischen WissenschaftlerInnen den Eintritt in die deutsche Hochschullandschaft ermöglicht. Auf der Grundlage des am IPP entwickelten integrativen Angebots sollen ein international ausgerichtetes Curriculum, Junior Research Groups und ein international orientierter Career Service mit den Kooperationspartnern in Gießen eingerichtet werden. Dadurch werden den Promovierenden exzellente Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten sowie eine professionelle Förderung der weiteren Karriere ermöglicht. Im Rahmen des gemeinsamen Promotionsprogramms finden zudem regelmäßige Projektvorstellungen in Promotionskolloquien, gemeinsame Doctoral Symposia und Tagungen alternierend an den beteiligten Universitäten statt. Die DoktorandInnen des PhD-Net haben somit nicht nur die Möglichkeit, ihr Dissertationsvorhaben im Rahmen einer Cotutelle innerhalb von drei Jahren erfolgreich abzuschließen, sondern sie können sich darüber hinaus in dieser Zeit auch ein internationales wissenschaftliches Netzwerk und Profil erarbeiten und zugleich in der deutschen Hochschullandschaft positionieren. |
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