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| Eingestellt von: | Neill Busse |
| Eingestellt am: | 21.08.2008 |
In der Arbeitsgemeinschaft Museumskultur engagieren sich seit Januar dieses Jahres DoktorandInnen und PostdoktorandInnen des Graduiertenzentrums aus allen beteiligten Fachbereichen. Gegründet wurde die AG mit dem Ziel, die durch Kooperationsbeziehungen des GCSC vielseitig gegebenen Vernetzungsmöglichkeiten zwischen dem Graduiertenzentrum und Museen wie dem Frankfurter Kommunikationsmuseum oder dem Museum für Angewandte Kunst verstärkt zu nutzen. Die AG soll als Plattform für jene GGK/GCSC-Mitglieder dienen, die konkret an Museums- und Ausstellungsarbeit interessiert sind. Zudem haben die über zwanzig AG-Mitglieder vor, regelmäßig das Ausstellungsgeschehen aus kulturwissenschaftlicher Perspektive zu rezipieren. Eine erste Exkursion führte die Museumsbegeisterten im März in das Museum Wiesbaden, das von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes (AICA) zum „Museum des Jahres 2007“ gekürte wurde. Dabei hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, mit dem Leiter des Hauses, Dr. Volker Rattemeyer, über dessen Museumskonzeption zu diskutieren. Die dritte Säule der AG bildet ein Programm zur Berufsorientierung für die wissenschaftliche Museums-, Ausstellungs- und Archivarbeit. Ende Mai organisierten die Mitglieder eine erste Veranstaltung dieses Zuschnitts, die auf große Resonanz stieß. Mit Herrn Prof. Michael Fehr, der zu dem Thema „Einführung in Fragestellungen und Felder der Museums- und Ausstellungsarbeit“ gewonnen werden konnte, ergab sich eine sehr ergiebige vierstündige Diskussion. Der ausgewiesene Museumsexperte und geschäftsführende Direktor des Berliner Instituts für Kunst im Kontext an der Universität der Künste lenkte dabei die Aufmerksamkeit immer wieder auf zentrale Problemfelder musealer Arbeit. Dazu gehören die gegenwärtigen Hauptaufgaben und Arbeitsfelder in kunst- und kulturhistorischen Museen mit besonderer Berücksichtigung wissenschaftlicher Tätigkeitsbereiche und die betriebswirtschaftlichen Grundlagen musealer Arbeit. Zudem beleuchtete Fehr die Sammlung als Hauptbetriebseinheit des Museums, und als fachwissenschaftlich zu erschließendes Kreativpotential musealer Präsentations- und Ausstellungstätigkeit. In diesem Kontext wurden auch sozio-ökonomische und wissenstheoretische Ansätze der Sammlungserschließung angesprochen. Darüber hinaus warf er aktuelle Probleme und Fragen des Museums- und Ausstellungswesens zwischen Eventkultur und Bildungsfunktion auf.Wer sich durch diese Themen oder die übrigen Projekte der AG Museumskultur angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen, sich anzuschließen. Alle wesentlichen Informationen zur AG und den kommenden Veranstaltungen finden sich auf der GCSC-Homepage: http://gcsc.uni-giessen.de/wps/pgn/home/GCSC_eng/museum_culture/ Lutz Hengst © Foto: Museum für Kommunikation, Frankfurt |
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