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LVA-Plan im WS 10/11
Lehrveranstaltung im WS 10/11
Dr. Doris Bachmann-Medick: Kulturkonzepte
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Semester:
WS 10/11
Dozent/-in:
Dr. Doris Bachmann-Medick
Zeit und Ort:
Mi, 17.11.2010, 10:00-14:00, Raum 29 / Room 29 (Phil. I, Haus B / Phil. I, Building B)
Mi, 09.02.2011, 10:00-12:00, Raum 25 / Room 25 (Phil. I, Haus B / Phil. I, Building B)
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Erste Veranstaltung:
17.11.2010
Teilnahme-
voraussetzung:
Anmeldung
Hinweise:
Welches Kulturkonzept legen wir bei der „study of culture“ eigentlich zugrunde? Die
Master Class
wird im
1. Teil
eine
Einführungsvorlesung
in die wichtigsten neueren Kulturkonzepte geben (u.a. Kultur als Text, Kultur als Performanz, Kultur als Übersetzung). Vorgestellt werden soll, wie nach einem eher holistischen Verständnis von Kultur als Bedeutungszusammenhang und Identitätsbildung zunehmend eine Pluralisierung der Kulturen sowie der Kulturkonzepte einsetzt. Entscheidend ist die Herausbildung differenzbewusster, essentialismuskritischer Kulturkonzepte, wie sie gegenwärtig überwiegen (Kultur als Prozess des Aushandelns von Differenzen, als Hybridisierung). Im
2. Teil
der
Master Class
, der Diskussion kurzer, provozierender
Textausschnitte
, sollen nicht nur die vorliegenden Kulturkonzepte auf ihre Tauglichkeit geprüft werden – besonders in Bezug auf die eigene Arbeit. Auch die Grenzen von „Kultur“ als einer immer stärker ausufernden Analysekategorie sollen kritisch in den Blick kommen. Gerade eine kulturwissenschaftliche Graduiertenschule kann sich nicht fernhalten von den kontroversen Diskussionen um die Problematik des Kulturalismus (d.h. der Fixierung auf eine kulturelle Interpretation auch von Problemfeldern, die auf einer ganz anderen Ebene liegen). Provozierend und für die eigene Positionierung wichtig sind aber auch die gegenwärtigen Debatten um die Abkehr vom Kulturbegriff überhaupt sowie die Frage nach Kultur statt Gesellschaft bzw. nach der Aus- oder Einblendung von Macht in die Kulturanalyse. Da Kultur bekanntlich nicht nur Untersuchungs
objekt
ist, sondern auch die Art und Weise der Untersuchung bezeichnet, ist für jede kulturwissenschaftliche Arbeit die Auseinandersetzung mit dem (eigenen) Kulturverständnis unverzichtbar. Wie die Verknüpfung mit dem jeweiligen Dissertationsprojekt im einzelnen aussehen kann, wird im
3.Teil
der
Master Class
, der
Diskussion vorher eingereichter Fragen
, sowie in der
2-stündigen Ertragssitzung
gegen Ende des Semesters zur Sprache kommen.
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