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LVA-Plan im SS 10
Lehrveranstaltung im SS 10
Prof. Dr. Thomas Etzemüller: Kann und will man noch wissen, "wie es eigentlich gewesen ist"? Chancen und Grenzen der Historiographie nach dem Radikalen Konstruktivismus
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Workshop: GGK/GCSC/IPP | GCSC-Post Graduates | Gemeinsame Veranstaltungen/Conjoint Courses | Master Classes
Workshop: GGK/GCSC/IPP | GGK-Post Graduates | Gemeinsame Veranstaltungen/Conjoint Courses | Master Classes
Workshop: GGK/GCSC/IPP | IPP-Post Graduates | Gemeinsame Veranstaltungen/Conjoint Courses | Master Classes
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Semester:
SS 10
Dozent/-in:
Prof. Dr. Thomas Etzemüller
Zeit und Ort:
Mi, 26.05.2010, 14:00-18:00, Raum 29 / Room 29 (Phil. I, Haus B / Phil. I, Building B)
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Erste Veranstaltung:
26.05.2010
Teilnahme-
voraussetzung:
Anmeldung
Hinweise:
Es ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden, dass sich Historikerinnen und Historiker mit Theoriefragen beschäftigen. Gleichwohl bleibt ein gewisses Unbehagen, wenn es darum geht, den "Alltag des Historikers und die historische Theorie" (Christian Meier) miteinander in Einklang zu bringen. Dieses Problem des Theoriegebrauchs und der Theorieanwendung, d.h. die Frage, was Historiker und Historikerinnen tun, wenn sie erklären, theoriegeleitet zu arbeiten oder eine bestimmte Theorie anzuwenden, soll im Rahmen dieser Master Class anhand des Radikalen Konstruktivismus ausgelotet werden. Während in den Geschichts- und Kulturwissenschaften i.d.R. ein gemäßigter Konstruktivismus dominiert, der einen klaren Realitätsbezug nicht negiert, sieht das bei seinem radikalen Gegenpart anders aus: "Konstruktivisten in ihrer radikalen Form beanspruchen nämlich, Beobachtungssätze zu notieren, und die Beobachtung ist nicht in der Realität verankert, sondern in autopoietisch operierenden Systemen" (Thomas Etzemüller). Doch welche Konsequenzen für die historiografische Praxis sind zu ziehen, wenn man diese Prämisse akzeptiert? Wie müsste etwa ein geschichtswissenschaftlicher Text, der davon ausgeht, dass es keine von den gegenwärtigen Praktiken der Historiker existente Vergangenheit gibt, sprachlich aussehen? Und wo liegen die Grenzen einer radikalkonstruktivistischen Zugangsweise? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen dieser Master Class, die alle zu historisch gelagerten Themenstellungen arbeitenden sowie grundsätzlich an erkenntnistheoretischen Problemen interessierten Promovierenden anspricht, anhand von grundlegenden Texten und den konkreten Projekten der Doktorandinnen und Doktoranden diskutiert werden.
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