|
Hinweise:
|
Das Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS), Birmingham, wurde 1964 durch Richard Hoggart gegründet. Hoggart etablierte das als seinerzeit weitgehend neuartig angesehenes Forschungsfeld der Cultural Studies, die mit dezidiert interdisziplinärem Zugriff auf Methoden, Theorien und Forschungspraktiken vor allem Phänomene der britischen Gegenwartskultur untersuchten. Unter Hoggart und mehr noch unter seinem Nachfolger Stuart Hall, der 1968 Direktor des CCCS wurde, avancierte das Centre zu einer international renommierten Institution, die Elemente marxistischer und poststrukturalistischer Theorien, des Feminismus, der Critical Race Theory, der Soziologie und Ethnologie vereinte und nicht zuletzt immer wieder kritische Position zu politischen Geschehnissen bezog.
Im Workshop soll die Geschichte des CCCS von seiner Gründung bis zu seiner Schließung im Jahr 2002, die Ansätze der British Cultural Studies und deren politische Dimension untersucht werden. Ziel ist auch, Unterschiede und Ähnlichkeiten der British Cultural Studies zu den Sciences Humaines und den Kulturwissenschaft(en) im Sinne einer kritischen Standortbestimmung der eigenen Arbeit zu debattieren.
Zur Veranstaltung wird ein Reader zusammengestellt, der ab 12.10.2009 am GCSC als Kopiervorlage zu erhalten ist.
Literatur:
Stuart Hall, "Cultural Studies and the Centre: Some Problematics", in: Stuart Hall u. a. (Hg.), Culture, Media, Language, London 1984, S. 117-121;
Norma Schulman, "Condition of their Own Making: An Intellectual History of the Centre for Contemporary cultural Studies at the University of Birmingham", in: Canadian Journal of Communication 18 (1993), http://www.cjc-online.ca/index.php/journal/article/view/717/623;
Frank Webster, "Cultural Studies and Sociology at, and after, the Closure of Birmingham School", in: Cultural Studies 18 (2004), S. 847-862.
|