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LVA-Plan im WS 09/10
Lehrveranstaltung im WS 09/10
Dr. Doris Bachmann-Medick: Vergleichen
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Semester:
WS 09/10
Dozent/-in:
Dr. Doris Bachmann-Medick
Zeit und Ort:
Di, 08.12.2009, 10:00-14:00, Raum 001/Room 001 (Phil. I, GCSC Gebäude/Phil. I, GCSC Building)
Di, 02.02.2010, 10:00-12:00, Raum 001/Room 001 (Phil. I, GCSC Gebäude/Phil. I, GCSC Building)
Der 02. Februar ist als eine zweistündige "Ertragssitzung" angelegt.
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Erste Veranstaltung:
08.12.2009
Teilnahme-
voraussetzung:
Anmeldung
Hinweise:
Wir alle arbeiten mit Vergleichen, wenn auch nicht immer explizit. Doch wie weit reicht eigentlich noch die Kategorie des Vergleichs angesichts der immer stärkeren Verflechtungen und Vernetzungen? Lässt sich wirklich von einer "methodischen Universalität" (J. Osterhammel) des Vergleichens reden? Mit gegenwartsorientierten, aber auch historischen Bezügen soll diese zentrale, ausdrücklich disziplinenübergreifende (literatur-, sozial- und geschichtswissenschaftliche) Arbeitstechnik bzw. Methode diskutiert werden, die ein großes Anwendungspotential für die eigenen Forschungsprojekte enthält. Schon deshalb sind differenzierte Einblicke in verschiedene Typen und Formen des Vergleichens nötig:
1) Vergleich aufgrund von direkten (interkulturellen/interliterarischen) Kontakten und Einflüssen
2) Vergleich aufgrund von Analogien (z.B. Gattungs- und Motivvergleiche). Zu unterscheiden ist aber auch zwischen Nah- und Fernvergleich, Struktur- und Prozessvergleich.
Die Master Class betrifft den Vergleich zwischen Texten, Gattungen, Motiven oder künstlerischen Formen und Medien (vgl. Intertextualität/Intermedialität), besonders auch den Vergleich (oder eher Beziehungsgeschichten?) zwischen Kulturen und Gesellschaften. Hier kommen die gegenwärtigen Horizonterweiterungen der Vergleichsmethode ins Spiel – von der transnationalen Geschichtswissenschaft bis zu den neueren Ansätzen der literaturwissenschaftlichen Komparatistik: Transfer,
entangled histories
,
histoire croisée
, Übersetzung,
travelling concepts
,
cross-mapping
usw.
Die Master Class will zum systematisch-reflektierten Umgang mit dem Vergleichen anregen, aber auch dessen Gefahren und Grenzen aufzeigen sowie auf das Problem der Vergleichbarkeit, der Maßstäbe und Einheiten des Vergleichs, der Asymmetrien und illegitimen Vergleiche aufmerksam machen.
Die Master Class ist vierstündig. Sie besteht aus einem Einführungsvortrag, der Besprechung kurzer einschlägiger Texte sowie der Diskussion vorher eingereichter Fragen. Eine zweistündige "Ertragssitzung" zum Semesterende soll die Anwendbarkeit auf die eigene Arbeit noch gezielter ausloten.
Diskussionsgrundlage (die Texte werden im Ordner bereitgestellt):
Jürgen Osterhammel: "Zivilisationen im Vergleich: Möglichkeiten und Probleme", in:
Beiträge zur Historischen Sozialkunde
Sondernr. 1998, S. 34-40;
Horst Wenzel: "Initialen in der Manuskriptkultur und im digitalen Medium", in: Helga Lutz/Jan-Friedrich Mißfelder/Tilo Renz (Hg.):
Äpfel und Birnen. Illegitimes Vergleichen in den Kulturwissenschaften.
Bielefeld 2006, S. 41-56.
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