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Lehrveranstaltung im WS 09/10
Protest, Terrorismus, Krisen: Deutungen der langen siebziger Jahre

 
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Semester: WS 09/10
Dozent/-in:
Zeit und Ort: Donnerstags: 10 -12 Uhr, Raum E 103b
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Erste Veranstaltung: 16.10.2009
Hinweise: Die „langen siebziger Jahre“, die von der 68er-Bewegung bis hin zur „konservativen Wende“ 1982 reichen, sind in den letzten Jahren vielfältig in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Sie gelten einerseits als eine Krisenzeit, die sich etwa in Wirtschaftskrisen, politischen Krisen und dem Terrorismus ausdrückte. Zugleich sind die 1970er ein Jahrzehnt mit einem starken zivilgesellschaftlichen Engagement und einer wirkungsmächtigen Protestkultur, die sich in der Formierung neuer sozialer Bewegungen niederschlug – wie der Anti-Atomkraftbewegung, der Friedensbewegung oder feministischer Gruppen. Das Seminar untersucht sowohl die zeitgenössischen Quellen als auch die heutigen medialen, publizistischen und geschichtswissenschaftlichen Deutungen.

Literatur:

    Archiv für Sozialgeschichte 44 (2004) [Themenband: Die Siebzigerjahre. Gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland]

    Habbo Knoch (Hg.), Bürgersinn mit Weltgefühl. Politische Moral und solidarischer Protest in den sechziger und siebziger Jahren, Göttingen 2007.

    Konrad Jarausch, (Hg.), Das Ende der Zuversicht? Die siebziger Jahre als Geschichte, Göttingen 2008.