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LVA-Plan im SS09
Lehrveranstaltung im SS09
Dr. Doris Bachmann-Medick: (Neue) Weltliteratur
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Semester:
SS09
Dozent/-in:
Dr. Doris Bachmann-Medick
Zeit und Ort:
Do, 14.05.2009, 10:00-14:00, Raum 001/Room 001 (Phil. I, GCSC Gebäude/Phil. I, GCSC Building)
Mi, 01.07.2009, 14:00-16:00, Raum 001/Room 001 (Phil. I, GCSC Gebäude/Phil. I, GCSC Building)
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Erste Veranstaltung:
14.05.2009
Teilnahme-
voraussetzung:
Anmeldung
Hinweise:
Was heißt ‚Weltliteratur‘ in Zeiten der Globalisierung? Ausgangspunkt für die Diskussion ist zunächst die Geschichte dieses europäischen Konzepts – von Goethes Vorstellung einer interkulturell geöffneten Kommunikation der Nationalliteraturen bis zur Verengung auf kanonisierte Meisterwerke im 19. Jahrhundert. Der Schwerpunkt soll jedoch auf einer brisanten aktuellen Debatte liegen: Wieweit werden im 20. und 21. Jahrhundert die traditionellen (europäischen) Vorstellungen von ‚Weltliteratur‘ herausgefordert, ja abgelöst durch die (postkolonialen) Selbstbehauptungen der ‚Literaturen der Welt‘? Zentral wären folgende Diskussionspunkte (nicht zuletzt für die Situierung der literarischen Texte und überhaupt für Internationalisierungsansätze in der eigenen Arbeit):
• Nationalliteratur, europäische Literatur, Weltliteratur,
• (Literatur-)Kanon und Kanonrevision
• Politisierung und Globalisierung der Literatur
• Was heißt ‚Welt‘?
• Gelenkstellen zwischen neueren Ansätzen zur Weltliteratur und Weltgeschichte?
• Kosmopolitismus und Mehrsprachigkeit
• Regionalismus und Welthorizont in Texten
• Dezentralisierung europäischer Literatur?
• „Literaturen ohne festen Wohnsitz“ (Ottmar Ette)
• „Wettkampf der Literaturen im internationalen literarischen Feld“ (Pascale Casanova)
• Literatur und Markt
• Ansätze einer Neubegründung der komparatistischen Literaturwissenschaft
Ziel dieser
Master Class
ist ein Überblick über die aktuelle Weltliteraturdiskussion, aber auch ein neuer Problemhorizont für die eigene Arbeit: Wieweit ändert und profiliert sich die Literaturanalyse unter einer Weltliteraturperspektive?
Die
Master Class
ist vierstündig. Sie besteht aus einer Einführungsvorlesung, der Besprechung (kurzer) Schlüsseltexte sowie der Diskussion vorher eingereichter Fragen. Eine zweistündige ‚Ertragssitzung‘ zum Semesterende soll die Anwendbarkeit auf die eigene Arbeit noch gezielter ausloten.
Literatur:
Moretti, Franco: „Conjectures on World Literature”. In: Christopher Prendergast (Hg.):
Debating World Literature
. London, New York: Verso 2004, S. 148-162
sowie kurze (!) Textausschnitte (u.a. Homi Bhabha, Ottmar Ette, Pascale Casanova) im Ordner im Sekretariat des GCSC.
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