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Lehrveranstaltung im WS 08/09
Zum Verhältnis von Gender Studies und Kulturwissenschaften, oder: Gibt es einen Gender-Turn?

 
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  • Kurs: GGK/GCSC/IPP | GCSC-Post Graduates | Gemeinsame Veranstaltungen/Conjoint Courses | Forschungsworkshops/Research Seminars
  • Kurs: GGK/GCSC/IPP | GGK-Post Graduates | Gemeinsame Veranstaltungen/Conjoint Courses | Forschungsworkshops/Research Seminars
  • Kurs: GGK/GCSC/IPP | IPP-Post Graduates | Gemeinsame Veranstaltungen/Conjoint Courses | Forschungsworkshops/Research Seminars
Semester: WS 08/09
Dozent/-in:
Zeit und Ort:
  • Mi, 03.12.2008, 14:15-17:00, Raum 29 / Room 29 (Phil. I, Haus B / Phil. I, Building B)
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Erste Veranstaltung: 03.12.2008
Teilnahme-
voraussetzung:
  • Anmeldung
  • Vorbereitendes Treffen am 31.10.2008 im ZBV Raum des GCSC.
Hinweise: Ob Soziologie, Philosophie, Geschichts-, Politik-, Kunst-, Literatur- oder Sprachwissenschaften – längst hat Gender in diese Disziplinen (und die Liste ließe sich fortführen) als grundlegende Analysekategorie Eingang gefunden. Doch nicht nur in den Einzeldisziplinen wird produktiv mit der Kategorie ‚Geschlecht’ gearbeitet. Seit die Frauenforschung zu Beginn der 1970er Jahre mit einer massiven Irritation in die Arbeit des Centre for Contemporary Cultural Studies (CCCS) an der Universität Birmingham „like a thief in the night“ (Stuart Hall) ‚eingebrochen’ war, ist die Geschlechterforschung auch für die Cultural Studies zu einem unverzichtbaren Teil ihres eigenen wissenschaftlichen Selbstverständnisses geworden. Wie aber ist die Lage in den deutschsprachigen Kulturwissenschaften? Fristet hier der gender-Ansatz nicht doch immer noch eine eher marginale Existenz? Folgt man der Kritik Renate Hofs, so finden „zwischen den Kulturwissenschaften und den Gender Studies noch nicht einmal ‚Streitgespräche’ statt" (Hof 2003: 344). Dass dies anders werden könnte oder gar schon anders geworden ist, belegen wiederholte Fragen bis Forderungen nach einem ‚Gender-Turn’, wie sie jüngst in L’Homme. Europäische Zeitschrift für feministische Geschichtswissenschaft in einer Reihe von Stellungnahmen zu Doris Bachmann-Medicks kulturwissenschaftlichem Grundlagenwerk Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften laut geworden sind.
Ausgehend von dieser Debatte in L’Homme wollen wir das Verhältnis von Gender Studies und Kulturwissenschaften, ihre Schnittstellen und Gegensätze in einem offenen Gespräch mit Doris Bachmann- Medick diskutieren. Im Mittelpunkt der Debatte stehen weniger feststehende Standpunke oder gar eine ‚fertige' Theorie zum Thema, sondern vielmehr die (kontroverse) Frage nach den Implikationen und Problematiken eines (un)möglichen ‚Gender Turn’ in den Kulturwissenschaften.

Der Workshop wird organisiert von der Sektion 2, richtet sich jedoch an alle interessierten (Post-) DoktorandInnen von GGK, GCSC und IPP. In einem vorbereitenden Treffen am 31.10.08 von 10.00 bis 13.00 Uhr im ZBV-Raum des GCSC wollen wir die angegebene Literatur diskutieren und nach Möglichkeit Bezüge zu unseren eigenen Dissertationen herstellen. Der Besuch dieses vorbereitenden Treffens ist jedoch nicht verpflichtend für die Teilnahme an der Debatte. Die Vorbereitungslektüre wird ab 01.09. im Ordner der Sektion 2 im GCSCSekretariat (Raum 006) bereit gestellt.

Vorbereitungslektüre:
Bachmann-Medick, Doris: „’Diebin in der Nacht’ – Gender diesseits oder jenseits kulturwissenschaftlicher turns? Fragen und Antworten in einer kontroversen Debatte“, in: L’Homme 19.1 (2008), S.131-142.
Conrad, Christoph/Hacker, Hanna/Lüthi, Barbara/ Timm, Elisabeth: „Diskussion von Doris Bachmann- Medicks „Cultural Turns. Neuorientierungen in den Kulturwissenschaften”“, in: L’Homme 18.2 (2007), S.123-138.