Die Kategorie ‚Raum’ wird seit einigen Jahren in den Kulturwissenschaften zunehmend diskutiert. Aus diesem Grund befasst sich die AG „Konzepte und Funktionen des Raums“ seit zwei Jahren aus philosophischer, soziologischer, historischer sowie literaturwissenschaftlicher Sicht mit Grundlagen der Raumtheorie. Der Studientag zur „Erschließung des Raums in den Kulturwissenschaften“ zielte darauf ab, einen Überblick über ein aktuelles und dynamisches Forschungsfeld zu geben und seinen vielfältigen interdisziplinären Nutzen aufzuzeigen. Als Referenten konnten Dr. Jörg Dünne und Dr. Stephan Günzel, die beiden Herausgeber des Suhrkamp-Bandes Raumtheorie: Grundlagentexte aus Philosophie und Kulturwissenschaften gewonnen werden.
Ein gemeinsames Forschungsprojekt zu den kulturellen Wurzeln und der Identität der Deutsch-Amerikaner in Wisconsin planen Professoren und Doktoranden der Universität Gießen und der University of Milwaukee. Daher reisten der Linguist Garry Davis sowie die Germanistinnen Ruth Schwertfeger und Jenny L. Watson Mitte Januar aus Milwaukee an, um mit Angehörigen der Gießener Germanistik und Anglistik Forschungsfragen auszuarbeiten und zu diskutieren. In dem US-Bundesstaat Milwaukee werden die Traditionen der im 19. und 20. Jahrhundert eingewanderten Deutschen, darunter viele Hessen, lebendig gehalten. Die Auswertung der zahlreichen unbearbeiteten Quellen zur Einwanderung der Deutschen in Wisconsin, die in den Archiven von Wisconsin und Hessen liegen, könnte wichtige Erkenntnisse über Amerikanerinnen und Amerikaner mit deutschem Migrationshintergrund liefern. Im Rahmen des veranstalteten Workshops „Sprache – Literatur – Migration“ wurden Forschungsprojekte aus der germanistischen und anglistischen Sprach- und Literaturwissenschaft vorgestellt, die sich mit Sprachwandel, Kulturaustausch und Identität beschäftigen. Die Themen reichten vom Sprachgebrauch in so genannten Internet-Ethno-Foren über den Zusammenhang von Dialekt und Identität bis zu literarischen Identitätsentwürfen in der Romantik und zur deutsch-türkischen Gegenwartsliteratur. Interessierte DoktorandInnen können sich noch an dem Forschungsprojekt beteiligen. Ansprechpartner sind Prof. Gerhard Kurz sowie die Promovierenden Christiane Nowak und Thorsten Brato.
In diesem Jahr war das GCSC erstmalig mit einem Stand bei der jährlichen MIT European Career Fair präsent, die das Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung Anfang Februar in Cambridge (Massachusetts) veranstaltete. Über 4000 AbsolventInnen und junge NachwuchsforscherInnen besuchten die Messe, die in diesem Jahr unter dem Motto „Research in Germany – Land of Ideas“ stand, um sich über Karrieremöglichkeiten nach dem Studium zu informieren. Dort erhielten sie die Möglichkeit, Gespräche mit Vertretern deutscher Unternehmen, führender Wissenschafts¬organisationen und Förderungsinstituten wie der Hochschulrektorenkonferenz, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Alexander von Humboldt Stiftung sowie ausgewählter deutscher Universitäten und Graduiertenschulen zu führen, die internationalen NachwuchswissenschaftlerInnen exzellente Forschungs- und Karrieremöglichkeiten bieten.
Als erste Doktoranden des GCSC konnten André Hahn und Perpetua Kininla Lola Nkamanyang aus Kamerun ihr Promotionsverfahren erfolgreich abschließen. Unter der fachlichen Betreuung von Prof. Herbert Grabes verfasste André Hahn seine Dissertation zur „Darstellung und Kritik nationaler Mythen im amerikanischen Drama“ und absolvierte im November vergangenen Jahres seine Disputation. Zur Disputation von Frau Nkamanyang reiste im März eigens ihre Co-Betreuerin Prof. O. M. Njikam Savage aus Kamerun an. Betreut von ihrem Doktorvater Prof. Ansgar Nünning erlangte Frau Nkamanyang auch als erste ihres Jahrgangs des Internationalen Promotionsprogramms „Literatur und Kulturwissenschaft“ (IPP) innerhalb von zwei Jahren den Doktortitel. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit dem anglistischen Thema „Forms and Functions of Narration and Focalization in Poetry Analysis: A Study of Some Selected Poems of Lord Byron“. Kurz nach ihrer Disputation kehrte Frau Nkamanyang nach Kamerun zu ihrem Mann und ihren zwei Kindern zurück, um an der Universität in Douala ihre Lehrtätigkeit wieder aufzunehmen. Wir gratulieren Frau Nkamanyang und Herrn Hahn und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.
Trotz des Schneechaos auf den Straßen und Bahnstrecken rund um Gießen ließen sich über achtzig angehende DoktorandInnen am 7. April nicht aufhalten, am Informationstag Promotion des Internationalen Graduiertenzentrums Kulturwissenschaften der Justus-Liebig-Universität teilzunehmen. Aus ganz Deutschland, dem europäischen Ausland und sogar den USA reisten Interessierte an, um sich über das strukturierte Promotionsangebot des Graduiertenzentrums zu informieren. „Was Sie schon immer über’s Promovieren wissen wollten – und bisher nicht zu fragen wagten“, konnten die Studierenden und AbsolventInnen in einem breit gefächerten Angebot aus Vorträgen und Workshops erfahren. In einem Infocafé berichteten aktuelle DoktorandInnen und PostdoktorandInnen über ihre Forschungsprojekte und ihr Engagement am Gießener Graduiertenzentrum, und als mögliche künftige Doktorväter und -mütter standen über zwanzig ProfessorInnen aus den sozial- und geisteswissenschaftlichen Fachrichtungen in individuellen Beratungsgesprächen Rede und Antwort.
Mit dem Projekt „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ hat sich die Justus-Liebig-Universität in Kooperation mit der Fachhochschule Gießen-Friedberg und dem Marburger Herder Institut um eine Schwerpunktförderung im Rahmen des hessischen Förderprogramms LOEWE beworben. ‚LOEWE’ steht für „Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“ und soll Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen eine Schwerpunktbildung sowie eine intensivere Vernetzung von außeruniversitärer Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft erleichtern. Gefördert werden unter anderem Schwerpunktprojekte an hessischen Hochschulen oder zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren mit jährlich 800.000 bis 1,5 Millionen Euro. Neben dem von Prof. Dr. Henning Lobin geleiteten Zentrum für Medien und Interaktivität, das den Antrag federführend betreute, sind an der JLU auch das Graduiertenkolleg Transnationale Medienereignisse sowie das GGK/GCSC und zahlreiche ProfessorInnen der kulturwissenschaftlichen Fachbereiche mit Projektteilen an dem Antrag beteiligt. Der Beitrag des Graduiertenzentrums besteht sowohl in der Bereitstellung der Infrastruktur für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als auch in der Vernetzung der wissenschaftlichen Teilprojekte des Schwerpunkts „Kulturtechniken und ihre Medialisierung“ mit den Forschungsgruppen des GCSC.
Getreu dem Prinzip der GCSC Master Classes, keine Referate über andere Arbeiten zu bieten, sondern renommierte Wissenschaftler selbst einen Einblick in ihre aktuellen Forschungen geben zu lassen, konnte nun mit Siegfried J. Schmidt ein besonders prominenter Vertreter aktueller kulturwissenschaftlicher Theoriedebatten gewonnen werden. Schmidt steht dabei in Deutschland wie kaum ein anderer für die Auseinandersetzung mit dem sogenannten radikalen Konstruktivismus, der die intellektuellen Debatten der vergangenen Jahrzehnte maßgeblich geprägt hat. Inzwischen hat der Münsteraner Denker jedoch auf empirischer wie theoretischer Ebene eine Weiterentwicklung seines Forschungsprogramms vollzogen, der auch die Struktur der Giessener Doppelveranstaltung in gewisser Weise folgte. So stellte Schmidt zunächst am Beispiel „Virtueller Friedhöfe“ im Internet eine Fallstudie aus dem Bereich dessen vor, was er als empirische Medienkulturwissenschaft bezeichnet. Der Vortrag hinterließ dabei nicht zuletzt aufgrund der visuellen Evidenz des analysierten Materials einen nachhaltigen Eindruck bei den gespannten Zuhörerinnen und Zuhörern. Auch die sich daran anschließende engagierte Diskussion des Themas konnte zwar die von Schmidt aufgeworfene Frage, ob es hier tatsächlich um „Indikatoren einer neuen medialen Todeskultur“ handelte, nicht verbindlich klären, verwies jedoch noch einmal mit Nachdruck auf die Aktualität des Themas.
Neun Rezensionen relevanter kulturwissenschaftlicher Neuerscheinungen geben in dieser Ausgabe Leseanregungen sowohl für ein breit interessiertes Publikum als auch für Spezialistinnen und Spezialisten. Populärkulturelle Themen, wie die gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs – die Wahrheit liegt ja bekanntlich auf dem Platz – oder der ‚Kulturraum Internet’ und die neuen Bildungschancen und -hindernisse, die dieser bereit hält, sind ebenso vertreten, wie die gewichtigen Fragen nach dem friedensstiftenden Potential von Religion oder nach der nationalen Sinnstiftung von Personendenkmälern. Zudem geben die Rezensentinnen und Rezensenten Auskunft über Bände, die sich dem Kalendergenre ‚Hinkender Bote’, den Dialogen zwischen Text und Fotografie in sogenannten Foto-Texten, höfischen Kompromissen in mittelalterlicher Epik, der zwischen cultural, cognitive und generic turn angesiedelten fiktionalen Metabiographie oder der Hofmannsthal-Forschung der letzten fünfzehn Jahre widmen.
Mit dem Start des Sommersemesters hat die erste kulturwissenschaftliche Doktorandenringvorlesung des GCSC Teaching Centre am Institut für Anglistik begonnen. Unter großem Andrang seitens der Studierenden gab Meike Hölscher am 02. April einen Überblick über Kultur und Literatur des englischen Modernismus und bereitete ihr Promotionsthema gut verständlich und studierendengerecht auf. Auch Uwe Mayer, Stefanie Bock und Stephan Freißmann boten bereits anschauliche Einblicke in Schlüsselthemen der Anglistik. In diesem neuen Veranstaltungsformat am GCSC stellen Doktoranden zentrale Themen und Hauptgebiete ihres Faches aus der Perspektive innovativer Forschungsansätze für Studierende aller Semester vor. Gleichzeitig sammeln die DoktorandInnen erste Erfahrungen in der Vorbereitung und Durchführung von Vorlesungen. Die Vorlesungsreihe zu „Schlüsselthemen in der Anglistik / Key Topics in English Studies“ als Pilotprojekt der Ringvorlesung stieß bei den Studierenden der Anglistik auf großes Interesse: Seit Beginn verfolgen etwa hundert Studierende die Vorlesung. Aufgrund dieses Erfolges sind in den kommenden Semestern weitere Ringvorlesungen an anderen am GCSC beteiligten Fachbereichen geplant. Das fortlaufende Veranstaltungsprogramm finden Sie unter http://cultdoc.uni-giessen.de/wps/pgn/home/cultdoc/Doktorandenringvorlesung
Hoch qualifiziert und trotzdem Berufsanfänger? Manchmal fragen sich Doktorandinnen und Doktoranden während ihrer Doktorarbeit nicht ohne Sorgen, was wohl nach der Promotion folgen wird. Dabei gibt es allen Grund zu Selbstbewusstsein, denn die Qualifikationen, die Studierende durch eine Doktorarbeit weit über ihre fachlichen Kompetenzen hinaus erwerben sind enorm. Was ehemalige Doktoranden im Nachhinein über ihre Promotion denken und vor allem wie sie Arbeitgeber von ihren Kompetenzen überzeugt und eine passgenaue berufliche Tätigkeit für sich gefunden haben, erfahren die zukünftigen Absolventen am 28. Juni im Foyer der Sparkasse Gießen auf dem Karrierekongress des GGK/GCSC.
Die Kulturmanagement AG lädt alle Mitglieder und Freunde des Graduiertenzentrums zur ersten „GGK/GCSC & Friends Party“ am 29. Mai ab 21 Uhr im MuK an der Automeile in Gießen ein. Der Eintritt beträgt 3 Euro, wofür verschiedenste DJ’s ein abwechslungsreiches musikalisches (Tanz-)Programm bieten werden. Wir freuen uns auf eine „exzellente“ Party.
Die Kulturwissenschaften zeichnen sich durch die Einführung immer wieder neuer, disziplinenübergreifender Analysebegriffe und Kategorien aus. Diese dienen nicht nur dazu, die kulturwissenschaftlichen Phänomene zu beschreiben und zu analysieren, sondern sie überhaupt erst mit theoretisch geschärftem Blick wahrzunehmen, ja sie geradezu mitzuprägen. Doch viele dieser Grundbegriffe sind mittlerweile zu jargonähnlichen Formeln geronnen. Ihre methodisch-analytische Trennschärfe ist ebenso verloren gegangen wie ihr Erkenntnispotenzial. In einer Serie von Master Classes, die von Dr. Doris Bachmann-Medick geleitet werden, soll es darum gehen, die Begriffe, mit denen Kulturwissenschaftler täglich arbeiten, wieder analytisch-methodisch fruchtbar zu machen: Transnationalität/Transkulturalität, Hybridität, Identität, Fremdheit/Alterität/Alienität, Kultureller Text, Repräsentation, Performanz/Performativität, Gedächtnis/Erinnerung, Habitus, Netz/Vernetzung, Travelling Cultures/Travelling Concepts usw. Die Master Class-Reihe, die sich über mehrere Semester erstreckt, beginnt im aktuellen Sommersemester mit den zwei Master Classes „Transnationalität/Transkulturalität“ und „Hybridität“.
Zum Jahreswechsel verabschiedeten sich die Mitarbeiterinnen des GGK/GCSC Angela Sumner und Kristina Köhler von den Mitgliedern und Kollegen des Zentrums. Frau Sumner betreute als langjährige Mitarbeiterin insbesondere die GGK-Sektionen und baute das Engagement des Graduiertenzentrums für Promovierende mit Kind auf. Nun wird sie für die Universität Gießen in der Stabsabteilung Planung und Controlling tätig sein. Kristina Köhler leitete die Redaktion des Rezensionsmagazins KULT_online und betätigte sich in der Öffentlichkeitsarbeit des Zentrums. Seit Februar arbeitet Frau Köhler als Assistentin am Seminar für Filmwissenschaften der Universität Zürich. Sie wird dem Graduiertenzentrum jedoch als assoziiertes Mitglied weiter treu bleiben. Frau Sumner und Frau Köhler möchten wir ganz herzlich für ihre hervorragende Arbeit und ihr außerordentliches Engagement danken und wünschen ihnen alles Gute für die Zukunft.
Als Nachfolgerinnen begrüßen wir Annette Cremer als Koordinatorin der GGK-Sektionen und der Unterstützung für Promovierende mit Kind sowie Mirjam Bitter als neue Redakteurin von KULT_online. Annette Cremer hat Kunstgeschichte und Anglistik in Mainz, Cork (Irland) und Marburg studiert. Sie promoviert im Fach Kunstgeschichte zu weiblicher Selbstdarstellung im höfischen Kontext in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Berufliche Erfahrungen sammelte sie an der Universität in mehrjähriger Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft in Germanistik und Kunstgeschichte, sowie als Mitarbeiterin der Frauenbeauftragten der Universität Marburg. In ihrer neuen Funktion möchte sie für alle Mitglieder des GGK als verlässlicher Partner offen und ansprechbar sein.
Mirjam Bitter studierte Neuere Deutsche Literatur und Italienisch in Marburg, Venedig und Berlin. Anschließend absolvierte sie ein Lektoratsvolontariat im Berliner Verlag Klaus Wagenbach. In ihrem Dissertationsvorhaben befasst sich Frau Bitter mit Gedächtnis und Geschlecht in der Literatur deutsch-jüdischer und italienisch-jüdischer Autorinnen und Autoren der Gegenwart. Neben KULT_online wird Frau Bitter auch weitere Publikationen des Graduiertenzentrums betreuen und sich in der Öffentlichkeitsarbeit einbringen. Wir möchten Frau Cremer und Frau Bitter herzlich Willkommen heißen und freuen uns auf die Zusammenarbeit.
Als Juniorprofessur für Kulturgeschichte bereichert Dr. Marian Füssel seit diesem Sommersemester die Forschungsaktivitäten des GCSC. Herr Füssel studierte Geschichte, Philosophie und Soziologie an der Universität Münster und war anschließend als Mitarbeiter im dortigen Sonderforschungsbereich „Symbolische Kommunikation und gesellschaftliche Wertesysteme vom Mittelalter bis zur französischen Revolution“ tätig. Seine Dissertation verfasste Herr Füssel zur „Gelehrtenkultur als symbolische Praxis“. Nach seiner Promotion arbeitete er als Assistent am Lehrstuhl von Prof. Barbara Stollberg-Rilinger in Münster zu den Forschungsschwerpunkten Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte, Militärgeschichte, Mediengeschichte und Geschichtstheorie. In seinem Forschungsworkshop „Klassiker der Kulturgeschichte“ gibt Herr Füssel den Doktorandinnen und Doktoranden des GCSC einen exemplarischen Einblick in Theorie und Praxis der neuen Kulturgeschichte.
Für seinen herausragenden Essay „Eine Archäologie von Rio de Janeiro. Ausgrabungen im Roman Escavando O Suberrâneo do Morro do Castelo von Lima Barreto“ (Uma arqueologia do Rio. Escavando O Suberrâneo do Morro do Castelo de Lima Barreto) erhält Dr. Marcel Vejmelka den Förderpreis des brasilianischen Außenministeriums für die Verbreitung brasilianischer Literatur im Ausland. Als einer von fünf Preisträgern des Essay-Wettbewerbs über den brasilianischen Autor Lima Barreto wurde Herr Verjmelka am 24. April durch den brasilianischen Außenminister Celso Amorim vor den Mitgliedern der Akademie für Sprache und Dichtung in Rio de Janeiro geehrt. Darüber hinaus trug Herr Vejmelka seinen Essay vor den Studierenden der Diplomatenakademie des Außenministeriums vor und stellte ihn zur Diskussion. Die Essays aller Preisträger des Wettbewerbs werden als Buch veröffentlicht. Marcel Vejmelka hat an der Freien Universität Berlin mit seiner Arbeit zu "João Guimarães Rosas 'Grande sertão: veredas' und Thomas Manns 'Doktor Faustus' im interkulturellen Vergleich" promoviert und ist seit Januar vergangenen Jahres als Postdoc-Stipendiat am GCSC tätig.