Im Zentrum der Tagung steht die Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungen zur historischen Konfliktforschung. Die beteiligten Wissenschaftler werden ihre Projekte vorstellen. Ergänzt wird dies durch weitere Fachvorträge sowie die gemeinsame Diskussion einschlägiger Studien.
| 14.30 Uhr | Kai Bremer, Carlos Spoerhase: Begrüßung und Eröffnung des Arbeitstreffens |
| 15.30 Uhr | Netzwerkmitglieder: Projektvorstellung |
| 17.45 Uhr | Nachfragen/Aussprache |
| 09.30 Uhr | Ines Peper, Thomas Wallnig: Monastische Aufklärung und gelehrte Polemik |
| 10.30 Uhr | Doris Lehmann: Casanovas polemische Angriffe auf Winckelmann |
| 11.30 Uhr | Assoziierte Netzwerkmitglieder: Projektvorstellung |
| 14.30 Uhr | Gerd Fritz: Zur historischen Pragmatik der Kontroverse |
| 15.30 Uhr | Gemeinsame Lektüre einschlägiger Studien der historischen Konfliktforschung |
| 09.30 Uhr | Gemeinsame Lektüre einschlägiger Studien der historischen Konfliktforschung |
| 11.15 Uhr | Aussprache, weiteres Vorgehen |
The 2011 Postgraduate Forum will be hosted by the English Department and the Graduate Centre for the Study of Culture at Justus Liebig University Giessen. On behalf of the organizers, we sincerely encourage young researchers and members of the German Association for American Studies to join us from November 4 to November 6, 2011. We welcome contributions from various disciplines such as the study of American culture, literature, history, and politics.
For more information visit the Postgraduate Forum websiteAm Freitag, den 04. November 2011 richtet das International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) der Justus-Liebig-Universität Gießen einen eintägigen Workshop zu dem Thema "Linguistik als Kulturwissenschaft: Korpus - Kommunikation - Kultur" aus. Die Veranstaltung wird von der Research Area 5 "Culture, Language and the New Media" des GCSC koordiniert und richtet den Fokus auf Schnittstellen zwischen kulturwissenschaftlicher und linguistischer Forschung auf verschiedenen Betrachtungsebenen.
Während Kommunikation in kulturwissenschaftlicher Forschung eine wichtige Rolle spielt und auch kulturwissenschaftliche Fragestellungen in linguistischen Analysen von Kommunikation Beachtung finden, werden korpuslinguistische Herangehensweisen in diesem Zusammenhang oft vernachlässigt. Daher sollen sie Thema und Diskussionsschwerpunkt dieser Veranstaltung sein. Die inhaltliche Ausrichtung der Vorträge ist dabei bewusst offen gehalten und kann unterschiedlichste Bereiche wie Soziolinguistik, Textlinguistik, Medienlinguistik, interkulturelle Kommunikation, Pragmatik und Gender Studies umfassen.
Durch die Kombination von Impulsvorträgen von Nachwuchswissenschaftlern (max. 20 Min.) und anschließender Diskussion setzt sich der Workshop zum Ziel, anhand konkreter Projekte junger Forschender exemplarisch fruchtbare Verbindungen dieser Bereiche aufzuzeigen.
Der Schwerpunkt der Vorträge und Diskussionen soll auf der Frage liegen, wie sich kulturwissenschaftliche und linguistische Perspektiven vereinbaren lassen, wie sie sich gegenseitig befruchten können und wo Grenzen und/oder noch nicht erkannte Möglichkeiten einer methodischen und thematischen Verknüpfung auszumachen sind.
For more information visit the Korpus - Kommunikation - Kultur website
| 14:00 - 14:30 | Prof. Dr. Ansgar Nünning/Dr. Jan Rupp: The Internet's New Storytellers: Bausteine für eine Typologie narrativer Formate im Internet |
| Interaktive Formate | |
| 14:30 - 15:05 | Prof. Dr. Markus Kuhn: Zwischen Kunst, Kommerz und Lokalkolorit: Zum Einfluss der Medienumgebung auf die narrative Struktur von Webserien |
| 15:05 - 15:40 | Lore Knapp: Christoph Schlingensiefs Blog |
| 15:40 - 16:15 | Dr. Theresa Heyd: Sharing Digital Folklore: Diachronic Development and Socio-Technical Implications |
| 16:15 - 16:45 | Kaffeepause |
| Narrative Netzwerke | |
| 16:45 - 17:20 | Dr. Cornelius Puschmann: Nachrichtenkanal oder Lifeblog? Kommunikationsmuster und -motive deutschsprachiger Twitter-Nutzer |
| 17:20 - 17:55 | Gerhard Lüdeker: Identität als virtuelles Selbstverwirklichungsprogramm: Zu den autobiografischen Konstruktionen in Facebook |
| 17:55 - 18:30 | Jonas Ivo Meyer: Die Geschichte von den digitalen Ichs. Parameter der narrativen Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken. |
| Ludische Narrative | |
| 9:00 - 9:35 | Christina Mohr: Die animalischste aller möglichen Welten? Multimodale Erfahrungshaftigkeit und das Wirkungspotential von "FarmVille" |
| 9:35 - 10:10 | Dr. Axel Kuhn: Veränderte Erzählweisen in virtuellen Online-Spielwelten am Beispiel von World of Warcraft |
| 10:10 - 10:45 | Rafael Bienia: MMORPG: Schmiede der digitalen Narration |
| 10:45 - 11: 00 | Dr. Sebastian Domsch: Freedom or Narrative? Zum Verhältnis von Narrativität und agency im Computerspiel |
| 11:00 - 11: 20 | Brunch |
| Pragmatische Narrative | |
| 11:20 - 11:55 | Heidrun Dorgeloh: To Present is not to Tell: Story Point im medizinischen Internetdiskurs |
| 11:55 - 12:30 | Dr. Stefanie Rinke: Weblogs oder 'Ich werde': Erzählen im Zeitalter der New Economy |
| 12:30 - 13:05 | Rebecca Hagelmoser: Business Narrative trifft Netzcommunity: Storytelling auf Firmenwebsites |
| Geschichtsnarration | |
| 14:30 - 15:05 | Alina Bothe: Das digitale Zeugnis - eine neue mediale Narration |
| 15:05 - 15:40 | Kirstin Schmidt: Erinnerungskultur 2.0? Narrationen des Holocaust zwischen traditionellen Erinnerungsmedien und ihrer (multi-)medialen Neuverortung |
| 15:40 - 16:15 | Olga Galanova: Narrative Techniken zur Konstruktion politischer Ereignisse durch Internetnutzer |
| 16:45 - 17:30 | Abschlussdiskussion |
Sektion Holocaust und Erinnerung des Gießener Graduiertenzentrums Kulturwissenschaft (GGK), Justus-Liebig Universität
10.6.2011, Gießen, Philosophikum I, Raum B29, Otto-Behagel-Straße 10, 35394 Gießen
Comics mit Holocaustbezug sind aktuell. Dies haben auch die Ausstellungen Helden, Freaks und Superrabbis. Die jüdische Farbe des Comics in Berlin im Frühjahr 2010 und Superman und Golem von Dezember 2008 bis März 2009 in Frankfurt/Main gezeigt. Auch das wissenschaftliche Interesse an Comics hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Seit 2008 gibt es drei neue internationale Zeitschriften zur Comicforschung: 2008 erschien die erste Ausgabe des European Comic Art, 2010 folgten Studies in Comic und das Journal of Graphic Novels and Comics. Das Medium Comic ist längst aus der Subkultur in die internationale Forschung gelangt. Den Stand der deutschen Comicforschung bezeichnet Ole Frahm von der Arbeitsstelle für graphische Literatur jedoch als „unsäglich“ [1].
[1] www.orang-magazin.net/?p=451 (Letzter Zugriff: 20.09.2010)
Die Sektion Holocaust und Erinnerung hat sich intensive mit dem Thema der Darstellung und Verarbeitung von Holocausterlebnissen im Comic beschäftigt. Daher könnten erste Fragestellungen sein: Welche spezifischen Möglichkeiten bietet das Medium Comic bei der Darstellung und Verarbeitung des Holocaust? Was kann Comic im Gegensatz zum Film oder zum Buch? Wie kommunizieren die Comics, die traditionell als triviales und oft marginales Medium angesehen werden, das historische Wissen um den Holocaust? Wie tragen sie zur kulturellen Erinnerung bei? Wie hoch ist das pädagogische Potenzial? Wie kann die Lese- und Sehkultur von Comic gelehrt und geübt werden? Ziel ist hier insbesondere, das Interesse für diese Art der Darstellung und Verarbeitung von Holocausts zu wecken. Dabei wollen wir sowohl die Form, als auch die Funktion des Mediums Comic diskutieren, sowie die didaktischen Einsatzmöglichkeiten. Da die Mitglieder der Sektion aus verschiedenen Fachrichtungen kommen, möchten wir auch die Arbeitstagung entsprechend für die verschiedenen Fachrichtungen und eine interessiertes Publikum offen halten.
Freitag,10. Juni 2011
| 11.00 Uhr: | Begrüßung und Vortrag Andreas Platthaus(Frankfurt) - Geschichtserzählung im Comic |
| 12.00 Uhr: | Britta Madeleine Woitschig (Kiel) - Wehrhaft, aber menschlich: Die Internationalen Comics der Zweiten und Dritten Generation |
| Mittagessen | |
| 14.15 Uhr: | DietrichGrünewald (Koblenz) - Zwischen Unterhaltung und mahnender Erinnerung. Holocaust und NS-Verbrechen in der Bildgeschichte |
| 15.00 Uhr: | Abschlußdiskussion |
„20elf von seiner schönsten Seite“ so das Motto der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen im Sommer 2011. Noch vor einigen Jahren wurde Frauenfußball belächelt. Das soll sich in diesem Sommer ändern. Doch ist der Wandel von der Randsportart zum Publikumsmagneten gelungen? Sind Frauen in der „Arena der Männlichkeit“ nur geduldet oder erwünscht? Studierende und DoktorandInnen des Historischen Instituts und des GGK und GCSC organisieren aus Anlass der Fußball-WM der Frauen, die in Deutschland ausgetragen wird, eine Veranstaltungsreihe mit Filmen, Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und Public Viewing im Juni 2011. In kulturwissenschaftlicher und kultureller Form werden die verschiedenen Themen beleuchtet und diskutiert. Unterstützt werden sie dabei finanziell vom International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und der Arbeitsstelle Gender Studies der JLU.
Tagungsbericht von Katharina Bauer
Mittwochs im Juni, 18-20 Uhr, Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34, Gießen
01.06.2011: Kick it like Beckham (GB/D 2002)Mi 29.06.2011, 10-15 Uhr: Philosophikum I Raum E 209, Otto-Behaghel-Str. 10
Begrüßung durch Prof. Dr. Ansgar Nünning (GCSC Director)
Carola Westermeier, B.A. (Gießen): Von „Sport-Suffragetten“ und „Fußball mit Herz“ – Presse- und Selbstdarstellung des bundesdeutschen Frauen-Fußballs (1970 bis 1999)
Florian Schnürer, M.A. (Gießen): Gentlemen gegen Thekenmannschaften. Konstruktionen von Männlichkeit im viktorianischen 'Mutterland des Fußballs
Dr. Gertrud Pfister (Kopenhagen): Megären, Karikaturen oder Stars? Frauenfußball-Geschichte(n)
Prof Dr. Nina Degele (Freiburg): „Mit einem Analritter dusch' ich nicht" - Homophobie, Sexismus und Rassismus im Fußball
Mittwoch 29.06.2011, 16 Uhr: Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34, Gießen
Podium:
Silke Sinning, Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball beim Hessischen Fußballverband (HFV)
Birte Bergener, Leiterin des Integrationsprojektes „Bunter Mädchenfußball“
Thomas Waldherr, Marketing-Leiter für die Fußball-WM-Spiele in Frankfurt
Spielerin (angefragt)
Moderation: Oliver Fritsch, Sportjournalist (ZEIT Online) und „Hartplatzhelden“
Im Anschluss
Turning Points.
Crucial Changes in Literary Theory,
History and Genres
PhDnet Conference
Rauischholzhausen Castle
18-20 November 2010
Conference Programme
Thursday, 18 November 2010
Introduction
Room: Weißer Saal
1:30
Ansgar Nünning/Kai Sicks (Giessen): Conceptualizing Turning Points as Metaphor. Interdisciplinary Approaches, Metaphorical Implications and New Horizons
2:00
Ansgar Nünning (Giessen): With the Benefit of Hindsight. Features and Functions of Turning Points as a Narratological Concept and as a Way of Self-Making
Panel 1:
Turning Points in Literary Theory and History
Room: Weißer Saal
Mod.: Martin Zierold (Giessen)
2:30
Angela Locatelli (Bergamo): Turning Points in Literary Theory
3:10
Coffee Break
3:30
Wolfgang Hallet (Giessen): From Writing to Design. The Hypertextualization and Multimodalization of Fiction
4:10
Marília dos Santos Lopes (Lisbon): Writing New Worlds. Eberhard Werner Happel and the Invention of a Genre
4:50
Coffee Break
Mod.: Hubertus Büschel (Giessen)
5:10
Pirjo Lyytikäinen (Helsinki): Iterative Narration and Other Forms of Resistence to Peripeties in Modernist Writing
5:50
Heta Pyrhönen (Helsinki): Bridget Jones’s Diary: A Case Study of Austen Fan Fiction
6:30
Dinner
Friday, 19 November 2010
|
Panel 2: Doctoral Students I Room: Weißer Saal |
Panel 3: Doctoral Students II Room: Kindersaal |
|
|
|
|
Mod.: Isabel Capeloa Gil (Lisbon) |
Mod.: Angela Locatelli (Bergamo) |
|
|
|
|
9:30 Elisa Antz (Giessen): Mobility, Roots and Anxious Emotions. Turning Points in José Eduardo Agualusa’s My father’s wives (2007)
|
9:30 Hanna Mäkelä (Helsinki): ‘Player in the Dark’: Mourning over the Loss of the Moral Foundation of Art in Woody Allen’s Match Point |
|
|
|
|
10:15 Teresa Ferreira (Lisbon): Reframing Absence: Masquerade as Turning Point in Hitchcock & Du Maurier’s Rebecca |
10:15 Eleonora Ravizza (Bergamo): A Middle Passage to Modernity. David Dabydeen's Postmodern Slave Narrative A Harlot's Progress |
11:00
Coffee Break
12:30
Lunch
Panel 4:
Turning Points in Literary Genres and Fictions of the Past
Room: Weißer Saal
Mod.: Sonja Altnöder (Giessen)
1:30
Peter Hanenberg (Lisbon): Long Waves or Vanishing Points? A Cognitive Approach to the Literary Construction of History
2:10
Annette Simonis (Giessen): Turning Points and Social Rituals in the 19th Century Novella:
Théophile Gautier’s La morte amoureuse (“Clarimonde”) and Conrad Ferdinand Meyer’s Die Hochzeit des Mönchs (“The Monk’s Wedding”)
2:50
Coffee Break
Mod.: Julia Faisst (Giessen)
3:20
Rossana Bonadei (Bergamo): Unstable Signs in a 'Hybrid Discourse'. Dickens, Pickwick and the Subversion of Pantomime
4:00
Claudia Egerer (Stockholm): The Other(ing) Animal, Revisited
4:40
Coffee Break
Mod.: Doris Bachmann-Medick (Giessen)
5:00
Luisa Leal de Faria (Lisbon): Narrating the Scientific Adventure: How Three Portuguese Explorers Became Best-Selling Authors in the Context of 'the Scramble for Africa'
5:40
Isabel Gil (Lisbon): This is (Not) It! Rate, Rattle and Roll in the Struggle for Financial Narratives
6:30
Diner
Saturday, 20 November 2010
|
Panel 5: Doctoral Students III Room: Weißer Saal |
Panel 6: Doctoral Students IV Room: Kindersaal |
|
|
|
|
Mod.: Pirjo Lyytikäinen (Helsinki) |
Mod.: Elisabeth Wåghäll Nivre (Stockholm) |
|
|
|
|
9:30 Robert Vogt (Giessen): „If the Stanger hadn’t been there! … But he was!“ The Representation of Turning Points in Alternate Histories, Science-Fiction Stories and Multiverse Narratives
|
9:30 Kerstin Lundström (Stockholm): Positioning and Rhetoric Strategies in Strasbourg Lay Pamphlets, 1524-1534 |
|
|
|
|
10:15 Diana Goncalves (Lisbon): (Re)Turn to Dystopia: Community Feeling in M. Night Shyamalan's The Village |
10:15 Sabrina Kusche (Giessen): New Technologies as Turning Points in Literary Genre Development |
11:00
Coffee Break
|
11:15 Lieven Ameel (Helsinki): On the Threshold. Counter-sites in Early 20th Century Finnish Urban Novels |
11:15 Anna Rettberg (Giessen): Intermedial Turning Points and the ‘Double Talent’ : A Contrapuntal Analysis of Günter Grass’ Early Works |
Closing Remarks
Room: Weißer Saal
12:00
Final Discussion
12:30
Lunch
Organisation: Alexander Friedrich (GCSC Gießen), André Reichert (FU Berlin)
Von Denkfiguren kann man in Literatur-, den Kunstwissenschaften, in der Philosophie, eigentlich in jeder Theorie sprechen – das geschieht auch nicht zu wenig. Auf die Frage jedoch, was sich dahinter verbirgt, gibt es bisher kaum eine Antwort. Der Workshop will ausgehend von Metapherntheorie, Kognitions- und Bildwissenschaft, sowie Diagrammatik die Denkfiguren als vorbegriffliche aber dennoch theorie- bzw. begriffsbildende Operationen bestimmen und so erste Angebote zu einer Theorie der Denkfiguren verhandeln.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg Schriftbildlichkeit durchgeführt
| 2.00 pm | Reception |
| 2.30 pm |
Section I – Propädeutik: Metaphorologie und Diagrammatik
Alexander Friedrich (Gießen): „Von der Übertragung zur Figuration: Metapher, Analogie, Paradigma“ André Reichert (Berlin): „Von den Denkbewegungen zu den Denkfiguren: Metaphysik und Diagrammatik“ |
| 4.30 pm | Coffee Break |
| 5.00 pm |
Section II – Vermittlungen: Reflexion und Darstellung
Daniel-Pascal Zorn (Eichstätt-Ingolstadt): „Philosophische Denkfiguren als Filiationen reflexiven Denkens aus der Perspektive einer indirekten Metaphysik“ Marcus Burkhardt (Gießen): „Sehend Denken: Zur (Ir-)Rationalität der Informationsvisualisierung“ |
| 9.00 am |
Section III – Performanzen: Rhythmus, Stil, Ästhetik
Tom Klimant (Aachen): „Denkfiguren als Medium schöpferischer Prozesse. Eine produktionstheoretische Fallstudie zu Heiner Müllers Hamletmaschine“ Fabian Goppelsröder (Stanford): „Digestion als Denkfigur in James Joyce‘ Ulysses“ Christian Driesen (Berlin): „Zum Rhythmus von Figuren“ |
| 12.30 pm | Lunch Break |
| 2.00 pm |
Section IV – Cognition: Visual Thinking, Blending, Argumentation
Kristóf Nyíri (Budapest): „Time As Denkfigur and As Reality” Petra Aczél (Piliscsaba): „EnthyMetaphor. Fusion of Strength and Style: A Rhetorical Approach to Figures of Thought as Argumentation” Vera Stadelmann (Gießen): „Think outside the bun.’ Blending Theory and creative extensions of conventionalised figures of thought." |
| 6.00 pm - 7.00 pm | Final Discussion |
Ort: Senatssaal, Hauptgebäude der Universität Gießen, Ludwigstr. 23, 35390 Gießen
Veranstaltet von: Stefan Becker, Hubertus Büschel, Wim Peeters
Kaum ein anderes sozialtechnologisches Konzept ist gegenwärtig so wirkungsmächtig wie das der Hilfe zur Selbsthilfe. Diese Form von Hilfe gilt als zukunftsweisend und als wirksames Instrument für Nachhaltigkeit, ob in Lebensratgebern entfaltet, in der städtischen Sozial- und Entwicklungsarbeit oder in ländlichen Genossenschaften angewandt. Zudem gilt das Konzept als Garant für die Selbständigkeit und die Anliegen der ‚Armen’ und ‚Ausgegrenzten’, bisweilen sogar als Hüter der Menschenrechte. Gleichermaßen scheint diese Art der Hilfe das Engagement der als hilfsbedürftig eingeschätzten Menschen zu befördern und ‚nachhaltige’ Wege von ‚Entwicklungen’ zu sichern. So wird Hilfe zur Selbsthilfe von britischen Sozialarbeitern ebenso propagiert wie von Entwicklungsexperten in Afrika, von Vertretern lokaler Gruppen in Asien und Befreiungstheologen in Lateinamerika. Die Arbeits- und Sozialkulturen der Moderne sind ohne Hilfe zur Selbsthilfe und die hiermit verbundenen Strategien von Selbstfindung sowie Selbstverwirklichung nicht denkbar.
Hilfe zur Selbsthilfe, so ist seit den 1930er Jahren immer wieder von Pädagogen und Sozialpsychologen zu lesen, vermöge außerdem Machtasymmetrien zu vermeiden, wie sie in anderen Formen von Hilfe auftreten würden. Gegenwärtig wird das Konzept verstärkt auf den einzelnen Menschen angewandt und die Selbsthilfe als ‚natürliches menschliches’ Verhalten stilisiert. Paradoxerweise sind die Subjekte der Selbsthilfepraktiken zugleich immer mehr auf die Autorisierung durch Expertenwissen angewiesen – Indiz dafür ist der Boom an Selbsthilferatgebern. Das implizite Gebot, sein Leben ändern zu müssen, ist auch als eine Einschränkung der individuellen Freiheit und dementsprechend als ein probates biopolitisches Mittel der Gouvernementalität zu deuten.
Im Workshop sollen vermeintlich ‚machtfreie’ Diskurse und Praktiken der Hilfe zur Selbsthilfe und deren Akteure einer kritischen kulturwissenschaftlichen Analyse unterzogen werden. Diachron ausgerichtete Beiträge, welche die Entstehungs- und Wandlungsgeschichte der Hilfe zur Selbsthilfe ausloten, sollen Konjunkturen und Brechungen erforschen – und zwar in so unterschiedlichen Bereichen wie Entwicklungszusammenarbeit, Sozialarbeit oder psychologische Beratung. Synchrone Analysen hingegen können Strategien und Programme in Diskursen und Praktiken erörtern, aber auch Vielschichtigkeiten und Widersprüchlichkeiten, wie zum Beispiel in emotionalen Regimen. Zentral ist hierbei die Debatte um das Verhältnis von Aktiven und Aktivierten – denn wer andere zur Selbsthilfe anleitet, so das Argument, hilft gerade auch sich selbst; zum einen in der Erhöhung des eigenen Seelenheils im Sinne einer psychologischen Entlastung, zum anderen in der Aufwertung der eigenen Reputation in hierarchisierten Machtstrukturen. Ferner ist von Interesse, wie Hilfe zur Selbsthilfe medial inszeniert und von den jeweils beteiligten Akteuren – auch geschlechts- und gruppenspezifisch – wahrgenommen, erfahren, mitgetragen, gestaltet oder konterkariert wurde. Diskutiert werden soll, ob, wie und inwiefern sich auf den ersten Blick dezidiert ‚menschenfreundliche’, auf Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung angelegte soziale Kulturen wie die der Hilfe zur Selbsthilfe bei näherer Betrachtung als äußerst widersprüchliche Machtstrukturen erweisen, die jenseits humanitären Engagements soziale Differenzen markieren, Exklusionen vollziehen sowie ‚sanfte’, implizite oder auch brachiale Gewalt ausüben können.
Workshop-Phase I Moderation: Janne Mende (Gießen)
14.30 – 15.30
Falko Schmieder (Berlin): "Hilfe zur Selbsthilfe" - Elemente des historischen Problem- und Begriffszusammenhangs
15.30 – 16.30
Gisela Mettele (Jena): Organisation und Logistik globaler Kommunikation im 18. und frühen 19. Jahrhundert. Das Beispiel des Pietismus/der Herrnhuter Brüdergemeine
17.00 – 18.00
Marcus Twellmann (Konstanz): "Bildung des Volkes zur Industrie" und "Erziehung der Neger zur Arbeit". Zur Vorgeschichte der Entwicklungszusammenarbeit
18.00 – 19.00
Hubertus Büschel (Gießen): Aporien der Gewalt? "Hilfe zur Selbsthilfe" in Afrika südlich der Sahara
09.30 – 10.30
Michael Knipper (Gießen): "Hilfe zur Selbsthilfe" in der medizinischen Entwicklungszusammenarbeit: Das Engagement des Deutschen Entwicklungsdienstes in Ecuador (1974-1981) und der GTZ in Peru (1986-1996)
10.30 – 11.30
Stefan Becker (Gießen): Architektonische Invasionen der "Hilfe". Zu Kulturtechniken der Raumaneignung und der Disziplinierung
12.00 – 13.00
Sonja Windmüller (Hamburg): Ent-Sorgen als Aufgabe und Programm. Zur (Selbst-)Regulierung der Abfall-Kultur
Workshop-Phase III
Moderation: Robert Stock (Gießen)
14.30 – 15.30
Boris Traue (London/Berlin): Therapeutische Systeme 1775-1975
15.30 – 16.30
Andreas Hirseland (Nürnberg): Aktivierung als Hilfe zur Selbsthilfe? Individualisierung und Wohlfahrtsstaat
17.00 – 18.00
Birgit Schwelling (Konstanz): "Hilfe zur Selbsthilfe" als Handlungsmaxime und Distinktionsformel.
Der Verband der Heimkehrer und die ehemaligen Kriegsgefangenen in der frühen Bundesrepublik
18.00 – 19.00
Andreas Willisch (Bollewick): Selbsthilfe in prekären Lebenslagen. Zwischen Hartz IV und Kleingarten
09.30 – 10.30
Aida Bosch (Erlangen): Fate and Agency. Biografische Handlungsmuster und ihre soziale Performanz
10.30 – 11.30
Michael Niehaus / Wim Peeters (Dortmund): Ent-Raten. Zu den Paradoxien von Anti-Ratgebern
12.00 – 13.00
Pierre Mattern (Luxemburg): Hilfe zur Selbsthilfe in Brechts Lehrstücken
13.00 – 14.00
Abschlussdiskussion
17.00 Shuttle leaves Giessen main station
17.45 Arrival at Rauischholzhausen Castle
18.30 Reception & dinner
from 7:30 Breakfast
9.00 Welcome
9.15 Keynote:Travelling Concepts, Metaphors and Narratives. On the Complexity, Risks and Chances of Conceptual Transfers (Wolfgang Hallet & Ansgar Nünning)
10.00 Discussion
10.30 Coffee break
11.00 Session 1: Aesthetic Stability and Literary Unreliability (chair: Karen M. Simonsen)
1. Poul Bjergegaard (Aarhus): “Authority, Knowledge, Fiction, and the Question of Aesthetic Stability”
2. Robert Vogt (GCSC):“What is True After All? The Concept of Narrative Unreliability in Literary Studies and Film Studies”
12.30 Lunch
14.00 Session 2: Space and Time as Travelling Concepts (chair: Jan Baetens)
3. Astrid Bryder Steffensen (Aarhus): “Space as Intermedium: A Transhistorical Perspective on the Concept of Space”
4. Jessica R. Boll (Wisconsin-Madison): “A Tale of Two Cities: The Image of Urban Space in Early Modern Spain and the Ottoman Empire”
5. Nina Lange (GCSC): “Time as Travelling Concept”
16.00 Coffee break
16.30 Session 3: Monstrous Metaphors and Mobility (chair: Ansgar Nünning)
6. Tanja Poulsen (Aarhus): “The Monster as Metaphor”
7. Lisa Villarreal (Stanford): “Dead Man Walking: Bram Stoker’s Dracula and the Monstrous Form of Nineteenth-Century Mobility”
18.00 End of sessions
18.30 Dinner
20.00 Screening of Hans Christian Schmid’s Lichter
from 7:30 Breakfast
9.00 Session 4: Narratological Concepts (chair: tba)
8. Jonas Ivo Meyer (GCSC): “Export and Reimport: The ‘Travels’ of Narratological Concepts”
9. Greice Schneider (Leuven): “The Dynamics of Boredom in the Narrative Tissue”
10.30 Coffee break
11.00 Session 5: Hearing Voices & Speaking Silence: Travelling Senses (chair: Ellen Sapega)
10. Thomas Bjørnsten Kristensen (Aarhus): “Intermedial Silences and Pervasive Noises“
11. Steven Surdiacourt (Leuven): “Can You Hear Me Drawing? ‘Voice’ and the Graphic Novel”
12.30 Lunch
14.00 Session 6: Concepts of Self and Identity (chair: Sibylle Baumbach )
12. Georgia Panteli (UCL): “Travelling Archetype”
13. Netta Nakari (Finnish Grad School): “‘Writing about the Self Through Time and Discipline”
14. Karolina May-Chu (Wisconsin-Madison): “Identity at the Border: Imagining the East in Hans Christian Schmid’s Film Lichter”
16.00 Coffee break
16.30 Session 7: Morality, Historiography and Literature (chair: Pirjo Lyytikäinen)
15. Nuno Gomes Ferreira (Lisbon): “Narrative as Moral Commitment: from Theory of History to Literature”
16. Lynn Wolff (Wisconsin-Madison): “Historiography and Literary Discourse: The Diachronic Journey of a Co-Dependence”
18.00 End of sessions
18.30 Dinner
from 7:30 Breakfast
9.00 Shuttle-bus leaves Rauischholzhausen
10.00 Symposium starts (Alexander von Humboldt Guesthouse, JLU)
10.30 B. Venkat Mani (Wisconsin-Madison): “Travelling Books: World Literatures and Bibliomigrancy”
11.30 Herbert Grabes (JLU): “Emergence as Travelling Concept”
12.30 Lunch
14.00 Anneleen Masschelein (Leuven): Conceptualization and Heterogeneity: The Uncanny Encounter of Humanities, Robotics and the Return of Animism
15.00 Peter Haslinger (Herder Institute/JLU): “Shifting spaces – Hanging Concepts of Territory in Historiography and Critical Geography”
16.00 Guided tour Giessen (Vera Stadelmann)
18.00 Shuttle to Rauischholzhausen Castle
19.00 Dinner
from 7:30 Breakfast
9.00 Session 8: Concepts of Liberalism and Experientiality (chair: César Dominguez)
17. Frederick Van Dam (Leuven): “The Concept of Liberalism in Victorian Studies: Anthony Trollope and the Casualties of Aesthetic Ideology”
18. Christina Mohr (GCSC): “The Feeling of What It’s Like – Experientiality as a Travelling Concept”
10.30 Coffee break
11.00 Session 9: Intersectionality (chair: Beatrice Michaelis)
19. Duarte Drumond Braga (Lisbon): “Fernando Pessoa’s Orientalism and the ‘mystic East’ of Theosophical Literature”
20. Thibaut Raboin (UCL): “LGBT Asylum Seekers in French and British Public Spheres: Studying the Emergence of a ‘Social Problem’”
12.30 Lunch
14.00 Master Classes (parallel sessions)
1. “Travelling Concepts as a Model for the Study of Culture” (Birgit Neumann)
2. “Travelling Concepts of Authorship in Literature, Culture, and the Digital Humanities” (Ingo Berensmeyer)
In-between (16.00-16.30): coffee break
14.00 Hermes-Consortium: Business Meeting
18.30 Dinner
from 7:30 Breakfast
9.00 Session 10: Lost in Translation? (chair: Sibylle Baumbach)
21. Tuomas Juntunen (Finnish Grad School): “Manifestations of the Tragic in Juha Seppälä’s Fiction“
22. Djurdja Trajkovic (Wisconsin-Madison): “Lost in Translation: Cartonera Publishers in Latin America”
11.00 Coffee break
11.30 Final discussion
12.30 Bus leaves for Heidelberg
15.00 Arrival & check-in
16.00 Heidelberg & Heidelberg University guided tour (Vera Stadelmann)
19.30 Final conference dinner, Kulturbrauerei Heidelberg
Individual departure of participants
Visit the official conference-website
On July 16-18 2009 , the international symposium "Web as Culture: ethnographic, linguistic & didactic perspectives" will take place at the Justus Liebig University, Giessen, Germany. We would like to welcome scholars from the humanities and social sciences interested in the new cultural space provided by the World Wide Web.
The goal of the symposium is to address issues that are involved in the processes of constructing and perpetuating social structures, cultural narratives, memories, knowledge and language in the World Wide Web. The perspectives from which we would like to address these issues include (but are not restricted to) social anthropology, philosophy, sociology, media studies, linguistics, web-based teaching and learning.
The symposium is organized by the Research Area "Culture, Language and the New Media" of the Giessen Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) and by the Centre for Media and Interactivity (ZMI) at the Justus Liebig University, Giessen.
Please see the
Conference Website
for more information.