Kurzzeitfellow im Sommersemester 2010

Harald Weilnböck, geb. 1959, leitet derzeit das EU-Projekt „Literatur, Film und biografische Arbeit“, das dem interdisziplinären Ansatz der Literatur- und Medien-Interaktionsforschung (LIR) zugeordnet werden kann. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab zu rekonstruieren, wie Menschen mit literarischen Texten und fiktionalen Mediennarrativen interagieren. Wie ist demgegenüber die interaktionale Struktur der Texte und Mediennarrative selbst beschaffen, die eine spezifische Lektürehaltung der Leser/innen anzubahnen suchen? Darüber hinaus beschäftigt er sich mit Unterrichtsforschung in den Geisteswissenschaften. Dabei werden die qualitativ-empirischen Methoden der psychologischen Interaktionsforschung eingesetzt, um mehr darüber zu erfahren, welcher Art die interaktionalen und mentalen Vermittlungsprozesse sind, die beim Unterrichten von Literatur und fiktionalen Mediennarrativen in einem Seminar- oder Schulklassen-Setting ablaufen.
Curriculum Vitae (Kurzfassung):
- 1985 - 1986: Staatsexamen, München & Berlin
- 1992 - 1994: Ph.D. an der UCLA, USA und der Ecole des Hautes Etudes, Paris in interdisziplinärer Literaturwissenschaft
- 1996 - 1998: wissenschaftliche Arbeit, Lehraufträge an der FU Berlin, MLU Halle
- 2005 - 2008: EU-Forschungsprojekt: Interdisziplinäre Literatur-/Medieninteraktions-Forschung
- 2006/2007: Habilitation, Philologische Fakultät Leipzig
- 2009 - 2012: EU-Projekt: „Medien und Lese-Interaktion in soz. Brennpunkten Europas“; Gastwissenschaftler am Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt a. M.
Homepage:
http://www.weilnboeck.net/ Veröffentlichungen (Auswahl):
- 2000. „Was die Wange röthet, kann nicht übel seyn.“ Die Beziehungsanalyse der Entfremdung bei Hölderlin und Heidegger. Könighausen & Neumann.
- 2007. Geisteswissenschaften und Psychologie, zwei mögliche akademische Partner? Plädoyer für eine methodische Erforschung des geisteswissenschaftlichen Selbstverständnisses, in: Journal für Psychologie.
- 2008. Mila - eine Fallkonstruktion der qualitativ-psychologischen Literatur- und Medien-Interaktionsforschung (LIR), in: Psychotherapie und Sozialwissenschaft.
Geplante Veranstaltungen im GCSC:
Nähere Hinweise entnehmen Sie bitte dem Study Calendar.